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Gesundheit

Bethanien: DKG-zertifiziertes überregionales Lungenkrebszentrum feiert 15-jähriges Bestehen

„Eines der zehn größten Zentren in Deutschland für die Behandlung von bösartigen Erkrankungen des Brustkorbs“

Pünktlich zum 15. Jubiläum des von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierten überregionalen Lungenkrebszentrums – mit Hauptstandort am Krankenhaus Bethanien in Moers und weiteren Standorten am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen-Steele und am Evangelischen Krankenhaus Mülheim – werfen die Verantwortlichen im Krankenhaus Bethanien einen Blick auf die Anfänge des Zentrums und seine Zukunft. 

Wie alles begann
„Was 2011 unter anderem mit der DKG-Zertifizierung immer mehr an Fahrt aufnahm, hat sich anderthalb Jahrzehnte später zu einer festen Größe in der interdisziplinären und standortübergreifenden Behandlung von bösartigen Erkrankungen des Brustkorbs etabliert“, erklärt Dr. Thomas Krbek, Leiter des überregionalen Lungenkrebszentrums am Krankenhaus Bethanien Moers und Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie. „Die Patientenzahlen sind von Jahr zu Jahr stetig angestiegen. Der Bedarf wuchs – und das über die Region hinaus“, erinnert sich Dr. Kato Kambartel, Ärztlicher Koordinator des überregionalen Lungenkrebszentrums und Lungenfacharzt. „Durch einen zufälligen gemeinsamen Kontakt im Krankenhaus Bethanien kamen Dr. Schulte, der damals noch als Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Gastroenterologie und Innere Medizin am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen tätig war, und ich 2014 miteinander in Berührung – und die Kooperation mit Essen begann“, beschreibt Dr. Krbek den Start der überregionalen Zusammenarbeit, der Betroffenen die Behandlung an zunächst zwei Standorten ermöglichte. Im Laufe der Jahre kam außerdem das Evangelische Krankenhaus Mülheim hinzu. Dr. Krbek und sein Team operieren seitdem im Krankenhaus Bethanien Moers und regelmäßig an den anderen beiden Standorten. Durch die enge Vernetzung erfahrener Behandlungspartner:innen aus verschiedenen Fachgebieten wird die umfassende Betreuung der Patient:innen sichergestellt. Pneumologie, Thoraxchirurgie, Onkologie, Strahlentherapie, Pathologie, Psychoonkologie, Sozialarbeiter:innen und Physiotherapeut:innen arbeiten dazu als ein Team zusammen. „Unser gemeinsames Ziel ist eine bestmögliche, individuell abgestimmte Therapie“, so die Verantwortlichen.

Nachgewiesene hohe Qualität
Dr. Peter Caspar Schulte, seit Anfang 2024 Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Schlaf- & Beatmungsmedizin am Krankenhaus Bethanien Moers, betont: „Um eine Zertifizierung als Lungenkrebszentrum von der Deutschen Krebsgesellschaft zu erhalten, gilt es eine ganze Reihe von Bedingungen zu erfüllen. Als das Lungenkrebszentrum diese 2011 zum ersten Mal erhielt, war das Ganze noch relativ neu. Zu den Vorgaben zählt beispielsweise, dass 200 Primärfälle von Lungenkrebs und 75 sogenannte anatomische Resektionen pro Jahr nachgewiesen werden müssen. Für unsere Fachgebiete bedeutet das die Entfernung einzelner Lungensegmente oder Lappen, um den Tumor im gesunden Gewebe zu entfernen. Solche hohen Fallzahlen ermöglichen eine große Routine und Kompetenz für derartige Eingriffe, sodass nur noch größere Zentren, wie das überregionale Lungenkrebszentrum, diese durchführen dürfen. Die Zertifizierung, und auch die erfolgreiche Rezertifizierung im Jahr 2022, sind der Beleg für unsere hohe Qualität – und dafür, dass Betroffene bei uns in den besten Händen sind. Wir sind eines der zehn größten Zentren in Deutschland; im Kreis Kleve und Kreis Wesel sind wir die einzigen.“ Darüber hinaus sorge die Möglichkeit zur ambulanten und stationären Versorgung durch die entsprechenden Ermächtigungen dafür, dass eine optimierte sektorübergreifende Versorgung stattfinden könne.

Weiter steigende Patientenzahlen in der Zukunft
„Im Rahmen der Krankenhausplanung NRW wurde dem Krankenhaus Bethanien als einzige Klinik in der Region, die operative Versorgung von Lungenkrebspatientinnen und -patienten zugesprochen. Diese Zentrierung von medizinischen Leistungen hat eine wachsende Zahl von Behandlungen zur Folge“, so Dr. Krbek. Darüber hinaus sei mit einem Fallzuwachs durch das Lungenkrebs-Screening für starke aktive und ehemalige Raucher:innen zu rechnen. „Seit April 2026 gehört es zu den Früherkennungsleistungen der Krankenkassen und wird von uns als eines der ersten Zentren in NRW umgesetzt. Wir erwarten hier eine gewisse Anzahl von Befunden, die frühzeitig abgeklärt und behandelt werden müssen“, fügt Dr. Kambartel hinzu. Mit der sehr guten fachlichen und interdisziplinären Aufstellung des Zentrums sei es zukünftig ein Ziel, die neuesten Entwicklungen in der Lungenkrebsbehandlung umfassend zu etablieren und Patient:innen zugänglich zu machen. Etwa in Form von technischen Neuerungen oder neuen Therapieverfahren. Ebenso werde die Zulassung des überregionalen Lungenkrebszentrums für ärztliche Zweitmeinungen für einen zusätzlichen Patientenstrom sorgen, schließt Dr. Schulte.

Bildzeile:
Dr. Peter Caspar Schulte, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Schlaf- & Beatmungsmedizin, Dr. Thomas Krbek, Leiter des überregionalen Lungenkrebszentrums am Krankenhaus Bethanien Moers und Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie, und Dr. Kato Kambartel, Ärztlicher Koordinator des Lungenkrebszentrums freuen sich über das 15-jährige Jubiläum.

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