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Wirtschaft

Neue Phase der deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen: JETCO-Treffen in Ankara erfolgreich durchgeführt

Neue Phase der deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen: JETCO-Treffen in Ankara erfolgreich durchgeführt

Die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen Türkiye und Deutschland haben mit der 6. Sitzung des Gemeinsamen Wirtschaftsausschusses (JETCO), die in Ankara stattfand, eine neue Dynamik erhalten. Die Gespräche unter der Leitung des türkischen Handelsministers Prof. Dr. Ömer Bolat gemeinsam mit der deutschen Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche unterstreichen die strategische Bedeutung der bilateralen Partnerschaft.

Im Rahmen des erfolgreich in Ankara durchgeführten JETCO-Treffens wurden zentrale Themen wie Handel, Investitionen, Industrie, Energie, grüne Transformation, Tourismus, Konnektivität, technische Zusammenarbeit sowie die wirtschaftliche Integration in die Europäische Union umfassend behandelt. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse der Arbeit der vier unter JETCO eingerichteten Arbeitsgruppen zu den Themen „Handel“, „Industrie“, „Tourismus“ sowie „Zusammenarbeit in Drittländern“ durch die türkischen und deutschen Ko-Vorsitzenden ausgewertet.

Besondere Fortschritte wurden insbesondere in den Bereichen grüne Transformation in Handel und Industrie, Energiewende, Kooperation im Tourismussektor sowie gemeinsame Projektentwicklungen in Drittstaaten hervorgehoben. Dabei wurde betont, dass sich die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Türkiye nicht mehr ausschließlich durch Handelsvolumen definieren, sondern auch durch Investitionen, Technologie, industrielle Produktion und integrierte Lieferketten zu einer der stärksten wirtschaftlichen Partnerschaften Europas entwickelt haben.

Am Ende des Treffens wurde ein JETCO-Protokoll unterzeichnet, das die gemeinsame Roadmap für die kommenden Jahre festlegt und konkrete Kooperationsfelder sowie Zielsetzungen dokumentiert. Ziel bleibt es, das von Präsident Recep Tayyip Erdoğan und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier definierte Handelsvolumen von über 52 Milliarden US-Dollar weiter auszubauen und auf ein nachhaltiges Niveau von 60 Milliarden US-Dollar zu steigern.

Im Anschluss fand unter Organisation von DEİK und mit Gastgeberfunktion des türkischen Handelsministeriums der deutsch-türkische Wirtschaftsrundtisch statt. An dem Treffen nahmen unter anderem der stellvertretende AKP-Parteivorsitzende und Abgeordnete Zafer Sırakaya sowie die Abgeordneten Oğuz Üçüncü und Meryem Göka teil. Hochrangige Vertreter führender Unternehmen und Organisationen beider Länder kamen zusammen, um neue wirtschaftliche Kooperationsmöglichkeiten über bestehende Partnerschaften hinaus zu erörtern.

Im Fokus standen strategische Sektoren wie Bauwesen, Energie, Infrastruktur, Industrie, fortschrittliche Fertigungstechnologien, Tourismus, Baustoffe, Exportfinanzierung, Logistik, Gesundheitstechnologien und die Stahlindustrie. Dabei wurden insbesondere neue Kooperationsfelder in den Bereichen grüne und digitale Transformation, Energiesicherheit, Industriepolitik, Konnektivität, Finanzierung sowie gemeinsame Projekte in Drittstaaten diskutiert.

Die Teilnehmer betonten, dass die Kombination aus industrieller Erfahrung, technologischer Kompetenz und unternehmerischer Innovationskraft in Türkiye und Deutschland neue Wachstumspotenziale nicht nur für beide Länder, sondern auch für Europa und angrenzende Regionen schaffen kann. Die beiden Länder werden zunehmend als natürliche und strategische Wirtschaftspartner betrachtet, deren Produktions- und Lieferketten eng miteinander verflochten sind.

Abschließend wurde die gemeinsame Entschlossenheit bekräftigt, das bilaterale Handelsvolumen im Einklang mit den vereinbarten Zielen auf 60 Milliarden US-Dollar zu erhöhen und die Zusammenarbeit in den Bereichen Investitionen, Technologie und globale Wertschöpfungsketten weiter zu vertiefen.

Fotos: T.C. Handelsministerium

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