
Gestern feierte der LiteraturRat NRW sein 40. Jubiläum und verlieh den Literaturtaler 2026 an den Autor und Literaturlobbyisten Herbert Somplatzki
Sein 40. Jubiläum feierte der LiteraturRat NRW in der „Herzkammer“ der Düsseldorfer Zentralbibliothek. Herbert Somplatzki, 92, erhielt den LiteraturTaler für herausragendes Engagement für Literatur in Nordrhein-Westfalen. Die Laudatio auf den Autor und Literaturlobbyisten hielt Michael Serrer, Ehrenvorsitzender des LiteraturRat NRW. Darin ging er auf Somplatzkis jahrzehntelanges Engagement für die Literatur ein und würdigte, wie mühelos der Preisträger und ehemalige Boxer und Bodybuilder seine Leidenschaften Literatur und Sport immer miteinander in Einklang brachte. Auch Somplatzkis besonderer Einsatz für die Leseförderung und seine Tätigkeit als Schriftsteller wurden hervorgehoben.
Die undotierte Auszeichnung überreichte die Ministerin für Kultur und Wissenschaft in NRW, Ina Brandes. In ihrem Grußwort beschrieb sie die Chancen und Leistungen der Literaturszene für die Leseförderung: „Literatur hat in Nordrhein-Westfalen eine starke Stimme: Herzlichen Glückwunsch an den Literaturrat NRW zum 40-jährigen Bestehen! Er ist ein wichtiger Partner für unser vielfältiges literarisches Leben: für Autorinnen und Autoren, für Lesungen, für unsere Literaturbüros, für die Nachwuchsförderung und natürlich auch für die Kulturpolitik. Dass in diesem besonderen Jahr der Literaturtaler an Herbert Somplatzki verliehen wurde, passt wunderbar. Denn er gehört nicht nur zu den Gründervätern des Literaturrates, sondern hat sich mit großem persönlichem Einsatz um die Literatur in unserem Land verdient gemacht. Mein herzlicher Dank gilt allen, die Literatur sichtbar machen, Nachwuchs fördern und sich mit so viel Leidenschaft für das Literaturland Nordrhein-Westfalen einsetzen.“

Mit einem nachdenklichen Akzent knüpfte Lorenz Deutsch, Vorsitzender des Kulturrat NRW, an Ina Brandes an: Er machte deutlich, wie drängend das Problem des funktionellen Analphabetismus inzwischen geworden ist. Die Tatsache, dass bald jeder zehnte erwachsene Deutsche nicht ausreichend lesen und schreiben könne, sei eine Herausforderung, die Politik, Bildungseinrichtungen und Kulturschaffende gleichermaßen fordere.
Das Rahmenprogramm bildeten Musik von der Düsseldorfer Band Jule blumt und Gedichte von der Bochumer Lyrikerin Jule Weber.
Der LiteraturRat Nordrhein-Westfalen e.V. vereint die im Bereich der Literatur tätigen Kräfte des Bundeslandes und vertritt deren Belange gegenüber der Öffentlichkeit. Er trägt dazu bei, das literarische Schaffen in Nordrhein-Westfalen zu stärken, weiterzuentwickeln und zu bewahren. Er beobachtet politische Entscheidungen und hat das Ziel, mit öffentlichkeitswirksamen Projekten und Qualifizierungen, das literarische Schaffen in Nordrhein-Westfalen zu stärken und zu entwickeln. Mitglieder des LiteraturRats Nordrhein-Westfalen können Institutionen werden, die die Literatur in NRW fördern und verbreiten, aber auch Personen, die die Aufgaben und Ziele des LiteraturRates unterstützen.