
Höchstes Hygienezertifikat für Stiftung Bethanien
Gold Zertifikat der Aktion Saubere Hände an Moerser Gesundheitsversorger vergeben
Die Stiftung Krankenhaus Bethanien Moers konnte sich Anfang März über den Erhalt des Gold Zertifikats der Aktion Saubere Hände freuen. „Nur 180 Krankenhäuser in ganz Deutschland und davon lediglich 40 Kliniken in NRW haben das Gold Zertifikat. Das ist bemerkenswert. Wir gehören also zu den wenigen Krankenhäusern, die die strengen Vorgaben für den Erhalt des Zertifikats erfüllen“, erklärt das Team „Krankenhaushygiene“ der Stiftung Bethanien Moers.
Das Gold Zertifikat ist die höchste Auszeichnung der Aktion Saubere Hände. „Diese wird an Kliniken verliehen, die sich durch großes Engagement zum einen der Patientensicherheit und zum anderen der Reduktion von nosokomialen Infektionen (d. h. Krankenhausinfektionen, die in zeitlichem Zusammenhang mit einer medizinischen Maßnahme oder einem Klinikaufenthalt auftreten) sowie der Übertragung von multiresistenten Erregern widmen“, so die Verantwortlichen. Dem Erreichen der Gold-Stufe ging ein umfangreiches Maßnahmenbündel zur Steigerung der sogenannten Hände-Compliance, also der Umsetzung der Händedesinfektion, voraus.
Die Aktion Saubere Hände ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Hände-Compliance in deutschen Gesundheitseinrichtungen. Sie wurde am 1. Januar 2008, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit, vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen, dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e. V. ins Leben gerufen. Die Aktion Saubere Hände hat dabei die Verbesserung der Patientensicherheit als oberstes Ziel. Eine der möglichen Maßnahmen ist eine gute Händedesinfektion des medizinischen Personals in Gesundheitseinrichtungen. Sie vermeidet die Übertragungen von Erregern und die damit verbundene Gefahr von Infektionen. Die Basis dafür ist die Umsetzung des WHO-Modells „Die 5 Indikationen der Händedesinfektion“. Hierzu zählen die Händedesinfektion vor dem Patientenkontakt und vor aseptischen (keimfreien oder sterilen) Tätigkeiten zum Schutz der Patient:innen vor Keimen an den Händen des Personals bzw. vor dem Eintrag von Keimen in den Körper der Patient:innen. Außerdem gilt es, die Hände nach dem Kontakt mit potenziell infektiösem Material zu desinfizieren – zum Schutz des Personals und der Umgebung vor Kontamination. Zudem ist eine entsprechende Händedesinfektion nach dem Kontakt mit Patient:innen oder der direkten Patientenumgebung, zum Beispiel nach dem Berühren von Bett, Nachtisch oder anderen unmittelbaren Umgebungsgegenständen, wichtig.
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Vorstand Dr. Ralf Engels (2. v. l.) und das Team „Krankenhaushygiene“ der Stiftung Bethanien Moers freuen sich über das Gold Zertifikat der Aktion Saubere Hände.



