Gesundheit

Erfolgreiches Jahr für die Zentrale Notaufnahme

Dr. Jessica Görgens zieht Bilanz

Süchteln. Ein Jahr arbeiten die Ärzte und Pfleger der Zentralen Notaufnahme, kurz ZNA genannt, des St. Irmgardis-Krankenhauses als Team zusammen. Dr. Jessica Görgens ist die Ärztliche Leiterin dieses Bereichs. Rund 12.000 Patienten wurden in diesem Zeitraum vom ZNA-Team versorgt. Das Besondere: Hier versorgen Chirurgen, Internisten und Anästhesisten, zusammen mit speziell ausgebildeten Notfall-Pflegemitarbeitern, die Patienten gemeinsam.

Umfassende Erstversorgung

Behandelt wird vom ZNA-Team Notfälle, die vom Herzinfarkt über Kreislauf- oder Atemprobleme bis zu Brüchen jeder Art reichen, aber auch Beschwerden im Magen-Darm-Trakt bis hin zu Blutungen und Entzündungen. Alles, was als Notfall vom Rettungsdienst eingeliefert wird oder von sich aus die ZNA aufsucht.

„In allen Fällen sorgen wir für die umfassende Erstversorgung in der ZNA, anschließend werden die Patienten zur weiteren Behandlung an unsere Station weitergeleitet. In ganz komplexen Fällen werden die Patienten auch in eine entsprechende Fachklinik verlegt“, erläutert Jessica Görgens.

 Schnelle und effektive Behandlung

„Die ZNA ist eine Nahtstelle des Krankenhauses geworden. Hier arbeiten wir interdisziplinär Hand in Hand. Die kurzen Wege ermöglichen eine zügige Kommunikation, das wissen auch unsere Ärzte zu schätzen. Und für den Patienten bedeuten sie schnelle und effektive Behandlung“, so Jessica Görgens.

Die besondere Herausforderung für die dort tätigen Ärzte: Jeder Fall ist komplett anders. „Da gilt es, die Spontaneität und Reaktions-Schnelligkeit zu bewahren. Denn nichts ist vorhersehbar – und die Diagnose muss so schnell wie möglich gestellt werden. Denn in der ZNA arbeiten wir immer gegen die Zeit.“

Bewertung der Lebensbedrohlichkeit

Damit auch die Patienten zuerst von einem Arzt gesehen werden, bei denen der Notfall am dringendsten ist, erfolgt eine Bewertung, die sogenannte Triagierung. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass diese Einschätzung innerhalb von zehn Minuten nach Einlieferung zu erfolgen hat. „Unser Team ist so gut eingestellt, dass wir das unter fünf Minuten schaffen“, berichtet Jessica Görgens.

Ein Fall aus dem Alltag

„Immer wieder kommen Patienten zu uns in die ZNA mit Bauchbeschwerden, bei denen die Ursache nicht ganz klar ist. Bei unserem Bauchzentrum schauen die beiden Fachdisziplinen Innere Medizin (Schwerpunkt Gastroenterologie) und Viszeralchirurgie gemeinsam auf den Patienten, um möglichst schnell zu einer Diagnose zu kommen und die Therapie einleiten zu können. Gerade bei den Chirurgischen Krankheitsbildern zählt da oft auch der Zeitfaktor, der über Gelingen einer Operation entscheidet“, erläutert Jessica Görgens.

Sie berichtet von einem aktuellen Fall. „So kam ein Patient zu uns, der über Bauchschmerzen und Durchfälle klagte: Normalerweise würde man zunächst einen banalen Infekt vermuten. Dadurch, dass die chirurgischen Kollegen aber von vornherein mit in diesen Fall involviert wurden, konnte bei diesem Patienten sehr schnell eine Durchblutungsstörung am Darm festgestellt werden (Viszeralischämie). Das ist ein recht seltenes aber umso ernsteres Krankheitsbild, weil es mit verzögerter Diagnose oft tödlich endet. Der Patient wurde zeitnah bei uns operiert, der betroffene Abschnitt des Darms entfernt. Nach einiger Zeit auf unserer Intensivstation wurde er bei guter Gesundheit wieder nach Hause entlassen.“

Gute Zusammenarbeit mit Rettungsdienst

„Auch die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst funktioniert ausgezeichnet“, berichtet Jessica Görgens. Ist der Rettungswagen unterwegs, wird das Krankenhaus bereits informiert, so dass der Schockraum vorbereitet werden kann und ein Arzt mit der Pflegekraft direkt den Patienten entgegen nehmen kann. „Bei Notfällen sind viele helfende Hände notwendig“, betont sie.

Tolles Team

„Ich bin sehr stolz auf mein Team. Alle sind hochmotiviert und arbeiten gut und vertrauensvoll zusammen“, so Jessica Görgens. „In den 365 Tagen der Zusammenarbeit ist das Team gewachsen und mit allen Abläufen vertraut. In der Notfall-Medizin ist es wichtig, dass man immer freundlich und ruhig bleibt und keine Hektik aufkommen lässt.“

Als das Team für die neue ZNA-Aufgabe zusammengestellt wurde, gab es mehr Bewerbungen als vorhandene Stellen. „Das war natürlich Luxus. So konnten wir das Team gut nach Fähigkeiten zusammenstellen. Die Team-Mitglieder, die aus den anderen Klinken des Hauses zu uns gekommen sind, haben viel Erfahrung mitgebracht“, erzählt sie. „Sie begleiten die Kollegen, die neu zum Team dazu gestoßen sind, damit sie sich wohl fühlen.“

Bildzeile:

Das Team der Zentralen Notaufnahme des St. Irmgardis-Krankenhauses Süchteln mit ihrer Leiterin, Dr. Jessica Görgens (2.v.l.) freut sich über das erfolgreiche erste Jahr ihrer Tätigkeit.

Foto: Simon Erath

 

 

 

 

 

 

Kontakt:

 

Sigrid Baum, Baum-Kommunikation, Gelderner Straße 67 – 69,
47661 Issum

Tel. 02835 / 440124, Fax 02835 / 4215,

E-Mail: sigrid.baum@baum-kommunikation.de

www.st-irmgardis.de

 

 

 

Über das St. Irmgardis-Krankenhaus:

 

Von 1871 bis 2008 betrieb die Katholische Kirchengemeinde St. Clemens Süchteln das St. Irmgardis-Krankenhaus als Trägerin. Zum 1. Januar 2009 übernahm die St. Franziskus-Stiftung Münster mit 51 Prozent die Mehrheit an der neu gegründeten St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln GmbH. 49 Prozent hält das benachbarte Allgemeine Krankenhaus Viersen (AKH). Das St. Irmgardis-Krankenhaus ist seit über 140 Jahren fester Bestandteil der medizinischen Versorgung im Kreis Viersen.

 

Bürgerschaftliches Engagement, gepaart mit der Spendenbereitschaft breiter Bevölkerungskreise, legten damals den Grundstein für das Haus. Geprägt durch Ordensfrauen, die 1972 das Haus wegen Nachwuchsmangels verließen, arbeiten engagierte Mediziner und geschultes Personal auch heute noch nach christlichen Idealen zum Wohle der anvertrauten Patienten.

 

1900 hatte das Haus etwa 50 Krankenbetten. Es wurde in den folgenden Jahrzehnten erweitert und modernisiert, um die ständig wachsende Zahl von Patienten zu betreuen. Nach dem Bau des St. Antonius-Hauses 1930/1931 wurde in den Jahren 1961 bis 1963 ein Neubau mit modernen Krankenzimmern, Diagnose-, Therapie- und Versorgungsräumen sowie einer Schule für Krankenpflege errichtet. Heute, nach Neubau eines Bettenhauses, verfügt das St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln über 160 Krankenbetten – einschließlich sechs interdisziplinärer Intensiv-Pflegebetten. 370 Mitarbeiter sind hier im Einsatz.

 

Zum St. Irmgardis-Krankenhaus gehören vier Klinken: Innere Medizin, Geriatrie, Anästhesie und Chirurgie. Die Leitung der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Onkologie liegt bei Chefarzt Dr. med. Ulrich Bauser. Die Verantwortung für die Klinik für Geriatrie obliegt Chefarzt Hanns-Peter Klasen.

 

In der Chirurgie gibt es drei Bereiche: Chirurgie/Schwerpunkt Viszeral­chirurgie mit Chefarzt Dr. med. Christian Maciey, Chirurgie/Schwerpunkt Unfallchirurgie und Sportmedizin mit Chefarzt Dr. med. Kai Platte/Ärztlicher Direktor und Chirurgie/Schwerpunkt Hand- und Plastische Chirurgie mit Chefärztin Dr. med. Valérie Stephan.

 

Weiter gehören eine ambulante kardiologische Rehabilitationsabteilung mit 20 Plätzen sowie eine Schule mit 50 staatlich anerkannten Ausbildungs­plätzen für die Krankenpflege dazu. Zusätzlich wird eine Ausbildung zum
Operations-Technischen- und auch zum Anästhesie-Technischen-Assistenten angeboten. 2018 wurden über 6.000 Patienten stationär und rund 16.600 Patienten ambulant behandelt.

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