Köln begeht den Tag der Pflegefamilien: „Ein Zuhause, Eine Hoffnung“ vereint Familien und Unterstützer
KÖLN – In Köln fand anlässlich des 30. Juni, dem Tag der Pflegefamilien, ein bedeutungsvolles Programm statt, das die zentrale Rolle von Pflegefamilien und deren Beitrag zur gesellschaftlichen Stärke hervorhob. Die Veranstaltung wurde unter der Leitung der Attachée des türkischen Generalkonsulats in Köln, Rukiye Sancar, organisiert und brachte Pflegefamilien, Vertreter von Institutionen sowie zahlreiche Gäste zusammen.

Zu den Teilnehmern gehörten die Attachés des Generalkonsulats Rukiye Sancar und Ferhat Sayın, der Vorsitzende der DİTİB-Regionalunion Köln Adem Onur, Vertreter verschiedener zivilgesellschaftlicher Organisationen sowie viele Pflegefamilien. Die Gäste wurden am Eingang mit Blumen empfangen. Das Programm begann mit einer Rezitation aus dem Koran, gefolgt von einer Videobotschaft der türkischen Familien- und Sozialministerin Mahinur Özdemir Göktaş zum Tag der Pflegefamilien.
„Pflegefamilien sind tragende Säulen einer starken Gesellschaft“
In ihrer Videobotschaft dankte Ministerin Göktaş allen Pflegefamilien und betonte, dass ein liebevolles Zuhause die Zukunft von Kindern prägt. Sie hob hervor, dass das von Emine Erdoğan initiierte Gönül-Elçileri-Projekt die Pflegefamilienarbeit international zu einem vorbildlichen Modell gemacht habe.

„Starke Familien formen starke Gesellschaften“
Nach der Begrüßung durch DİTİB-Regionalvorsitzenden Adem Onur sprach Attaché Ferhat Sayın über die Bedeutung der Familie als tief verwurzelte Institution der Nation und als Fundament des Staates. Er erinnerte daran, dass die in den frühen Jahren der Republik gegründete Himaye-i Etfal Cemiyeti den Grundstein für den heutigen Pflegefamilienansatz gelegt habe.
Sayın betonte, dass Pflegefamilie zu sein nicht nur bedeutet, das Leben eines Kindes zu berühren, sondern auch eine Investition in die Zukunft der Gesellschaft darstellt. Er rief dazu auf, dass mehr Familien diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen sollten.

„Pflegefamilie sein heißt, die Zukunft eines Kindes neu aufzubauen“
Attachée Rukiye Sancar, die das Programm organisierte, erinnerte in ihrer Präsentation daran, dass der Tag der Pflegefamilien im Jahr 2021 durch ein Präsidialdekret eingeführt wurde. Sie erklärte, dass durch das Gönül-Elçileri-Projekt seit 2012 das gesellschaftliche Bewusstsein deutlich gestiegen sei und tausende Kinder ein liebevolles familiäres Umfeld gefunden hätten.
Unter Bezug auf die Bedürfnispyramide des Psychologen Abraham Maslow sagte Sancar:
„Für ein Kind gehören Sicherheit, Liebe, Zugehörigkeit und Wertschätzung zu den grundlegendsten Bedürfnissen. Pflegefamilien schenken Kindern nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch Vertrauen, Hoffnung und die Möglichkeit, wieder an die Zukunft zu glauben.“
Sie rief die in Deutschland lebenden türkischen Staatsbürger dazu auf, die Pflegefamilienarbeit stärker zu unterstützen und bekannt zu machen.

Emotionale Momente beim Erfahrungspanel
Im Anschluss fand das Panel „Ein Zuhause, Eine Hoffnung: Erfahrungsaustausch von Pflegefamilien“ statt. Pflegefamilien berichteten offen darüber, wie sie sich für diesen Weg entschieden, wie sie den ersten Kontakt zu den Kindern erlebten, welche Herausforderungen sie meisterten und welche emotionalen Werte diese Aufgabe in ihr eigenes Familienleben brachte.

Mehrfach kam es zu bewegenden Momenten, als die Teilnehmer schilderten, dass die Pflege eines Kindes nicht nur dessen Leben, sondern auch ihr eigenes nachhaltig verändert habe.
Das Programm endete mit einer Danksagung an die Panelteilnehmer, einem gemeinsamen Erinnerungsfoto und einem offenen Austausch unter den Pflegefamilien.
