Moers

10+1 Bäume stehen nun auch im Freizeitpark

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10+1 Bäume stehen nun auch im Freizeitpark

Moers. (pst) Die Moerser Ausgabe des Projekts ‚10+1 Bäume‘ im Freizeitpark haben die Beteiligten am Montag, 1. Juni, der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Idee des Erinnerungsortes geht auf einen Antrag des damaligen Integrationsrats vom 7. Februar 2023 zurück. Damit wurde die Kampagne des Landesintegrationsrats NRW in Moers aufgenommen, an die Opfer des NSU zu gedenken. Jeder Baum soll für die zehn Leben stehen, die durch die rassistische Gewalt ausgelöscht wurden. Der elfte Baum ist als Mahnmal für alle weiteren Opfer rassistischer Gewalt in Deutschland gedacht. „Dieser Bereich erinnert an Menschen, deren Leben durch Hass und Menschenfeindlichkeit ausgelöscht wurden. Zugleich stehen die Bäume für Hoffnung, für Vielfalt und für unsere gemeinsame Verantwortung, Demokratie und Menschlichkeit jeden Tag zu verteidigen“, erklärte Bürgermeisterin Julia Zupancic in ihrer Rede. 

Gedenk-Ort schafft kollektives Gedächtnis
Die Bürgermeisterin dankte zudem den Mitgliedern des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration (ACI) für die weitere Betreuung des Projekts und dem Fachdienst Freiraum- und Umweltplanung für die Planung und Umsetzung. Auch die Finanzierung wurde dort zu 90 Prozent übernommen. Der Rest stammt aus Mitteln des ACI. Der Vorsitzende Sait Olgun war sich sicher, dass durch den neuen Gedenk-Ort ein „kollektives Gedächtnis“ geschaffen wird. Er rief dazu auf, dass die Moerserinnen und Moerser entschlossen dagegenstehen, wenn die Würde von Menschen oder gar die körperliche Unversehrtheit verletzt wird. Olgun zitierte in dem Zusammenhang den Schriftsteller Erich Kästner: „An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.” Im Anschluss verlas er die Namen aller zehn ermordeten Opfer. 

Initiator beglückwünschte die Stadt zur Umsetzung
Zu Gast war an dem Tag im Freizeitpark auch Seyfullah Köse, stellvertretender Vorsitzender des Landesintegrationsrats NRW und einer der Initiatoren des Projekts. Er beglückwünschte die Stadt zu der Entscheidung, ebenfalls 10+1 Bäume aufzustellen. Köse erläutert in seiner Rede, dass der Schutz der Würde des Menschen nicht nur beim Staat, sondern bei allen Menschen liegen würde. In Moers haben sich die Beteiligten entschieden, drei Bäume (Kanadischer Judasbaum, Cercis canadensis) und acht Holz-Stelen zu pflanzen. Ergänzt werden sie durch eine Bank und eine Gedenktafel mit erläuterndem Text.

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Die Beteiligten haben am Montag, 1. Juni, die Moerser Ausgabe des Projekts ‚10+1 Bäume‘ im Freizeitpark der Öffentlichkeit vorgestellt. Der neue Gedenkort für die Opfer rassistischer Gewalttaten geht auf einen Antrag des damaligen Moerser Integrationsrats und eines Projekts des Landesintegrationsrats zurück. (Foto: pst)

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