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Duisburg

Freie Wege für die Wirtschaft

IHK und Euregio fordern: Grenzen überwinden

Der Niederrhein und die Niederlande sind wirtschaftlich eng verbunden. Zum 55-jährigen Jubiläum der Euregio Rhein-Waal diskutierten Vertreter aus Politik und Wirtschaft über die Zukunft des Wirtschaftsraums. Die Niederrheinische IHK lud zur Veranstaltung „Logistics Beyond Borders“ nach Duisburg ein. Mit dabei: Die niederländische Generalkonsulin Hannah Tijmes und NRW-Verkehrsstaatssekretär Viktor Haase.

„Unsere Unternehmen denken nicht in Staatsgrenzen. Sie planen in Lieferketten, Märkten und Kundenbeziehungen. Damit das funktioniert, brauchen sie Verkehrswege und Regeln, die so funktionieren. Grenzkontrollen stehen für Abschottung und schränken Warentransporte ein. Zudem behindern sie die Pendler von hier nach dort. Wir brauchen einfache und verlässliche Abläufe innerhalb Europas“, betont Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK, bei der Euregio Rhein-Waal Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft.

Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg – Wesel – Kleve zu Duisburg – Foto: Eugen Shkolnikov

Die niederländische Generalkonsulin Hannah Tijmes betonte, wie wichtig ein reibungsloser Warenfluss für die Wirtschaft ist. Dieser benötige einen weitgehend ungehinderten grenzüberschreitenden Verkehr. „Ein Vorgehen an den Grenzübergängen, das den unterschiedlichen Anforderungen gerecht wird, die an den grenzüberschreitenden Verkehr gestellt werden können, ist sehr willkommen.“

Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg – Wesel – Kleve zu Duisburg – Foto: Eugen Shkolnikov

NRW-Verkehrsstaatssekretär Viktor Haase versicherte, dass sich das Land für weniger Hürden einsetzt: „Eine starke Wirtschaftsregion braucht Verkehrswege, auf die sich Unternehmen jeden Tag verlassen können. Dafür arbeiten wir täglich an schnellerer Planung und zügigem Bau. Gerade im deutsch-niederländischen Grenzraum ist das entscheidend.“

Wasserstraßen müssen verlässlich bleiben
Für Industrie, Handel und Logistik am Niederrhein ist die Wasserstraße ein zentraler Standortfaktor. Niedrigwasser-Perioden zeigen deutlich: Wenn Schiffe weniger laden können oder Transporte ausfallen, brauchen Unternehmen dringend belastbare Alternativen auf Schiene und Straße. Andreas Kochs, Geschäftsführer der Euregio, machte deutlich: „Seit 55 Jahren arbeitet die Euregio daran, Grenzen im Alltag zu überwinden. Das gilt auch für die Wirtschaft. Der Rhein muss als europäische Wasserstraße in Deutschland und den Niederlanden leistungsfähig bleiben.“

Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg – Wesel – Kleve zu Duisburg – Foto: Eugen Shkolnikov

Zur Euregio Rhein-Waal: 

Die Euregio Rhein-Waal ist ein öffentlich-rechtlicher deutsch-niederländischer Zweckverband mit 50 Mitgliedsorganisationen. Dazu zählen unter anderem Kommunen, regionale Behörden und Handelskammern aus der Grenzregion.

Fotos: Niederrheinische IHK/Eugen Shkolnikov

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Die Niederrheinische IHK vertritt das Gesamtinteresse von rund 70.000 Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen in Duisburg und den Kreisen Wesel und Kleve. Sie versteht sich als zukunftsorientierter Dienstleister und engagiert sich als Wirtschaftsförderer und Motor im Strukturwandel.

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