OB Dr. Keller tauscht sich in Istanbul mit Unternehmen und Start-ups aus
OB Dr. Keller tauscht sich in Istanbul mit Unternehmen und Start-ups aus
Besuch von Innovationszentren/ Autonomes Fahren, Gründungsförderung und Investitionen
Nach dem Auftakt der Delegationsreise in China setzte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller seine Gespräche und Unternehmensbesuche in Istanbul fort. Gemeinsam mit Wolfram Diener, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, und Mitarbeitenden des Amtes für Wirtschaftsförderung warb er in der türkischen Metropole für die Landeshauptstadt als Wirtschafts- und Investitionsstandort. Im Mittelpunkt standen der Austausch mit türkischen Unternehmen und Start-ups sowie die Zusammenarbeit in Zukunftstechnologien.

„Die Türkei ist seit jeher eng mit Deutschland verbunden“, sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. „In Düsseldorf leben rund 12.800 Türkinnen und Türken sowie weitere 23.000 Menschen mit türkischem Migrationshintergrund. Damit bildet die türkische Community die größte Gruppe mit ausländischer Staatsangehörigkeit in unserer Stadt. Zudem sind bereits rund 200 türkische Unternehmen in Düsseldorf ansässig. Bei unseren verschiedenen Austauschformaten war es uns wichtig, die Unterstützungsangebote der Landeshauptstadt für weitere Unternehmensansiedlungen vorzustellen. Besonders erfreulich ist, dass der Business Fast Track für Visa-Anträge gut angenommen wird. Die Bundesregierung wird in den kommenden Tagen eine zweite Registrierungsrunde eröffnen, in der sich weitere Unternehmen anmelden können. Das Verfahren erleichtert unter anderem auch Geschäftsreisen und Besuche unserer Messen.“

Austausch mit Messepartnern
Zum Auftakt traf die Düsseldorfer Delegation Dr. Regine Grienberger, Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Istanbul, bevor es weiter zur Industriekammer Istanbul (İstanbul Sanayi Odası, İSO) ging. Die 1952 gegründete Kammer vertritt rund 24.000 Mitgliedsunternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe und der Industrie und zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftsorganisationen der Türkei. Bereits 2024 hatte die Wirtschaftsförderung Düsseldorf dort gemeinsam mit NRW.Global Business ein Standortseminar veranstaltet. Beim Treffen stand vor allem die weitere Zusammenarbeit mit der Messe Düsseldorf im Mittelpunkt.

Elektromobilität und autonomes Fahren
Wie dynamisch sich die türkische Technologiebranche entwickelt, zeigten die Besuche bei Togg und ADASTEC. Togg ist ein staatlich unterstütztes türkisches Automobilprojekt, das 2017 mit dem Ziel gestartet wurde, Elektrofahrzeuge in der Türkei zu entwickeln und zu produzieren. Der Besuch bot Einblicke in die Entwicklung der türkischen Elektromobilität und Möglichkeit zum Austausch über Zukunftstechnologien.
Bei ADASTEC stand autonomes Fahren im öffentlichen Personenennahverkehr im Fokus. Das Technologieunternehmen entwickelt Software, mit der Busse auf festgelegten Strecken autonom im Straßenverkehr fahren können. Die Technologie kommt bereits in Deutschland zum Einsatz.

Düsseldorf als Partner für Start-ups und Innovationsförderung
Auch die Förderung von Gründungen und Innovationen bildete einen Schwerpunkt des Istanbul-Programms. Im Technologiezentrum Bilişim Vadisi, das häufig als „Silicon Valley der Türkei“ bezeichnet wird, informierte sich die Delegation über Förderprogramme und die Vernetzung von Unternehmen, Start-ups, Forschung und Investoren. Ein besonderer Schwerpunkt des Zentrums liegt auf Mobilität: Mehr als 120 Unternehmen beschäftigen sich dort mit Elektrofahrzeugen, autonomem Fahren und neuen Mobilitätslösungen. Weitere Technologiefelder sind unter anderem Digitalisierung, Cybersicherheit und Smart Cities.
Beim Besuch von İTÜ ARI Teknokent auf dem Campus der Istanbul Technical University ging es ebenfalls um die Förderung technologieorientierter Unternehmen. Das Innovationszentrum verbindet Forschung und Wirtschaft und unterstützt Start-ups mit Programmen für Gründung, Finanzierung und Wachstum. Ziel des Besuchs war es, Düsseldorf als attraktiven Standort für türkische Start-ups zu positionieren und einen Austausch zwischen den Innovationsökosystemen in Istanbul und Düsseldorf anzustoßen.

Ein Roundtable mit türkischen Start-ups bot den Unternehmen Gelegenheit, ihre Geschäftsmodelle vorzustellen und Düsseldorf sowie Nordrhein-Westfalen als mögliche Absatzmärkte und Investitionsstandorte kennenzulernen. Bei einem anschließenden Networking Dinner wurden die Gespräche mit Unternehmen und weiteren Akteuren fortgesetzt. Ergänzt wurde das Programm durch ein Investorenseminar unter dem Titel „Investieren und Handeln in Düsseldorf“, das konkrete Möglichkeiten für wirtschaftliche Aktivitäten und Investitionen am Standort Düsseldorf aufzeigte.
„Die Türkei entwickelt sich von einer Werkbank Europas zu einem zunehmend technologieorientierten Wirtschaftsstandort. Daraus ergeben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte in Forschung und Entwicklung – sowohl für die Zusammenarbeit mit Düsseldorf als auch im globalen Wettbewerb. Ich sehe großes Potenzial in einer weiteren Vertiefung unserer wirtschaftlichen Kooperation und freue mich darauf, die neu geknüpften Kontakte und entstandenen Freundschaften im weiteren Austausch zu festigen“, so Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller.

Fotos:Stadt Düsseldorf