Patient vertraut auch bei zweiter Hüft-OP auf Spezialisten-Team des Krankenhauses Bethanien Moers
Seit mehr als 15 Jahren Erfahrung mit besonders muskelschonendem Hüftzugang
Als nach einem Gespräch mit seinem behandelnden Orthopäden feststand, dass auch Heinrich Nawrockis zweite Hüfte durch ein künstliches Gelenk ersetzt werden muss, war für den Viersener schnell klar, dass der Eingriff erneut in der Klinik für Unfallchirurgie & Orthopädie des Krankenhauses Bethanien Moers stattfinden soll. Bereits vor vier Jahren hatte er hier seine erste künstliche Hüfte erhalten. Auch seine Frau wurde in der Vergangenheit im Krankenhaus Bethanien mit einem neuen Hüftgelenk versorgt.
„Es freut mich sehr, dass Herr Nawrocki uns erneut sein Vertrauen geschenkt und sich auch bei der zweiten Hüfte wieder für unser Team entschieden hat“, sagt Chefarzt Dr. Andrei Visinescu. Seit Monaten hatte der Patient starke Schmerzen und war im Alltag zunehmend eingeschränkt. Andere Behandlungsmöglichkeiten hatten keine ausreichende Besserung mehr erzielt. Deshalb entschied sich Heinrich Nawrocki gemeinsam mit seinen Ärzt:innen für ein künstliches Hüftgelenk. Der Eingriff wurde Mitte August erfolgreich im Krankenhaus Bethanien in Moers durchgeführt. Dabei kam eine besonders muskelschonende Operationsmethode zum Einsatz, mit der das Team bereits seit mehr als 15 Jahren arbeitet: der direkte vordere Zugang zur Hüfte. „Wir erreichen das Hüftgelenk dabei von vorne über einen natürlichen Zwischenraum zwischen den Muskeln“, erklärt Dr. Visinescu. „Dadurch können wir wichtige Muskeln rund um die Hüfte weitgehend schonen. Diese müssen bei der gewählten Methode in der Regel weder durchtrennt noch vom Knochen abgelöst werden.“ Das schafft gute Voraussetzungen dafür, dass Patient:innen nach der Operation früh wieder mobilisiert werden können. Gleichzeitig bleibt die Muskulatur, die für einen sicheren Gang und die Stabilität der Hüfte wichtig ist, möglichst unversehrt. Auch das Risiko, dass das neue Hüftgelenk aus seiner Position springt, ist bei diesem Zugang niedrig.
Im Krankenhaus Bethanien wird der direkte vordere Zugang nicht nur bei geplanten Hüftoperationen wegen Verschleißerkrankungen eingesetzt. Auch bei Brüchen rund um das Hüftgelenk, bei denen ein künstliches Gelenk notwendig wird, kommt die Methode zum Einsatz, wenn die Verletzung dies zulässt. „Unser Ziel ist es, das neue Hüftgelenk sicher einzusetzen und dabei so wenig Gewebe wie möglich zu belasten“, sagt Dr. Visinescu. „Gerade die Schonung der Muskulatur hilft den Patientinnen und Patienten dabei, nach der Operation möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen und ihre natürliche Beweglichkeit zurückzugewinnen.“
Dass geplante Hüftoperationen bei Verschleißerkrankungen weiterhin im Krankenhaus Bethanien durchgeführt werden können, ist nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen möglich, durch die die entsprechende Versorgung am Standort vorerst erhalten bleibt. Für die Patient:innen in Moers und der Region bedeutet dies, dass das seit vielen Jahren aufgebaute Angebot in der Hüftendoprothetik weiterhin zur Verfügung steht.
Heinrich Nawrocki ist mit seiner Entscheidung zufrieden. Nach rascher Mobilisation konnte er bereits wenige Tage nach dem Eingriff wieder nach Hause zu seiner Frau entlassen werden. „Ich bin nach der OP schmerzfrei und glücklich, dass alles so gut verlaufen ist. Ich habe mich wieder sehr gut aufgehoben gefühlt“, sagt der Patient.
Bildzeile:
Dr. Andrei Visinescu, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie & Orthopädie, mit Patient Heinrich Nawrocki und Julia Raczkowski, stellvertretenden Leitung der Physiotherapie, bei Mobilisationsübungen nach dem Einsatz des künstlichen Hüftgelenks.
