Fahrgelddelikt eskaliert – Bundespolizei am Hauptbahnhof Duisburg hinzugezogen
BPOL NRW: Fahrgelddelikt eskaliert – Bundespolizei am Hauptbahnhof in Duisburg hinzugezogen
Duisburg / Essen (ots) – Am Freitagnachmittag, den 4. September 2026, ist eine Fahrausweiskontrolle in einem Intercity-Express eskaliert. Ein 30-jähriger Fahrgast zeigte sich uneinsichtig und griff im weiteren Verlauf Einsatzkräfte der Bundespolizei an.
Gegen 15:00 Uhr nutzte der 30-jährige deutsche Staatsangehörige den ICE 103 auf der Fahrt von Essen Hauptbahnhof nach Duisburg Hauptbahnhof ohne gültigen Fahrschein. Bei der Fahrkartenkontrolle verhielt sich der Reisende gegenüber dem Zugpersonal unkooperativ. Ein unbeteiligter Fahrgast, der schlichtend eingreifen und die Situation beruhigen wollte, wurde von dem Mann unvermittelt massiv verbal attackiert und beleidigt.
Nach Ankunft des Zuges im Duisburger Hauptbahnhof wurde der Mann von hinzugezogenen Einsatzkräften der Bundespolizei in Empfang genommen. Auch den Beamtinnen und Beamten gegenüber steigerte sich sein Verhalten von verbalen Beschimpfungen in handgreifliche Aggressionen. Als der Beschuldigte zu Boden gebracht und fixiert werden musste, gab er an, an Epilepsie zu leiden und keine Luft zu bekommen. Um dem Mann den notwendigen Freiraum zu gewähren, lockerten die Einsatzkräfte umgehend den Griff.
Diese Situation nutzte der 30-Jährige aus, griff die Einsatzkräfte unvermittelt erneut an und versuchte dabei, nach der Dienstwaffe eines Beamten zu greifen. Nachdem er abermals unter Kontrolle gebracht werden konnte, leistete er beim anschließenden Transport zur Dienststelle anhaltenden Widerstand, unter anderem durch wiederholtes Sich-Fallenlassen und Hilferufe.
Auch in den Diensträumen der Bundespolizeiinspektion verhielt sich der in Marokko geborene Beschuldigte weiterhin aggressiv gegenüber den Beamten. Auf Anordnung des zuständigen Richters wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Nach rund drei Stunden beruhigte sich der Tatverdächtige und konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen von der Dienststelle entlassen werden.
Gegen den 30-Jährigen wurden Ermittlungsverfahren wegen Erschleichens von Leistungen, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Bedrohung sowie versuchten Raubes eingeleitet.
Symbolbild: Bundespolizisten im Einsatz an einem deutschen Hauptbahnhof.
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