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Auto & Motorwelt

Mehr als nur Leistung: Forschende der University of Oxford und Polestar untersuchen das menschliche Fahrerlebnis

Mehr als nur Leistung: Forschende der University of Oxford und Polestar untersuchen das menschliche Fahrerlebnis

GÖTEBORG, SCHWEDEN – 20. Oktober 2026. Performance wird traditionell anhand von Zahlen gemessen: PS, Beschleunigung, Querbeschleunigung und Rundenzeiten. Doch während Elektroautos zunehmend außergewöhnliche Leistungswerte erreichen und sich die Unterschiede bei klassischen Performance-Kennzahlen verringern, rückt eine neue Frage in den Fokus: Wie lässt sich messen, was Performance bei den Menschen hinter dem Steuer auslöst?

Eine neue Pilotstudie von Forschenden des SDG Impact Lab der University of Oxford hat in Zusammenarbeit mit Polestar einen ersten Ansatz entwickelt, um diese Frage zu beantworten. Die Studie kombiniert Fahrzeugtelemetrie mit Herzfrequenzmessungen, Eye-Tracking, psychologischen Bewertungen und Interviews. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Performance eines Fahrzeugs und den menschlichen Reaktionen hinter dem Steuer zu untersuchen.

Zwölf Testfahrende absolvierten auf der schwedischen Rennstrecke Gotland Ring Fahrten unter ruhigen und dynamischen Bedingungen. Zum Einsatz kamen zwei Varianten des Polestar 4: der Rear Motor sowie der Dual Motor mit Performance-Paket.

Die Pilotstudie zeigte, dass verschiedene Messgrößen auf Veränderungen der Fahrbedingungen und der Fahrzeugperformance reagierten. Während dynamischer Fahrten blinzelten die Teilnehmenden seltener, ihre Pupillen weiteten sich und sie fixierten ihren Blick länger auf bestimmte Punkte. Diese Muster deuten auf eine erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration hin. Darüber hinaus konnten die Forschenden Fahrzeugtelemetriedaten mit Veränderungen der physiologischen Aktivierung der Fahrenden in Verbindung bringen. Dadurch ließ sich untersuchen, wie der menschliche Körper auf unterschiedliche Fahrsituationen und die jeweilige Fahrzeugperformance reagiert.

Der Vergleich der beiden Fahrzeugvarianten verdeutlichte zudem Unterschiede in der Leistungsentfaltung. Bei vergleichbaren schnellen Runden zeigte der Polestar 4 Dual Motor mit Performance-Paket seine deutlich höhere Leistung von 400 kW (544 PS) gegenüber den 200 kW (272 PS) des Polestar 4 Rear Motor. Auf der Rennstrecke ermöglichte dies eine höhere Spitzenperformance bei gleichzeitig geringerem Lenkaufwand. Die Spitzenbeschleunigung lag um 32 Prozent höher, während der erforderliche Lenkaufwand um 15 Prozent geringer ausfiel. Zudem wurden höhere Querbeschleunigungskräfte und häufigere starke Beschleunigungsvorgänge gemessen.

Auch die subjektiven Bewertungen der Testfahrenden spiegelten die Unterschiede im Fahrerlebnis wider. Auf der Bewertungsskala für Performance und Fahrdynamik erreichte die Performance-Variante 89,2 von 100 Punkten, während die Rear Motor-Variante auf 67,7 Punkte kam. Auch bei der Gesamtbewertung des Fahrerlebnisses lag die Performance-Variante mit 93,0 gegenüber 77,9 Punkten vorn. Die Mehrheit der Teilnehmenden bewertete die Performance-Variante in beiden Kategorien besser.

Die Interviews zeigten jedoch, dass das Erleben von Performance weit über die reine körperliche Intensität hinausgeht. Die Testfahrenden beschrieben ein Zusammenspiel aus intensiven körperlichen Reaktionen, Vertrauen in das Fahrzeug, einem ausgeprägten Gefühl von Kontrolle und höchster Konzentration. Mehrere Teilnehmende verglichen das Fahrerlebnis unabhängig voneinander mit einer „kontrollierten Achterbahnfahrt“.

Ein Teilnehmer brachte dieses Gefühl mit den Worten auf den Punkt: „Das Auto gibt einem das Gefühl, ein besserer Fahrer zu sein, als man tatsächlich ist.“ Die Forschenden stellten fest, dass die Teilnehmenden insbesondere die Performance-Variante mit dieser Kombination aus Fahrfreude, Vertrauen und Kontrolle in Verbindung brachten.

Christian Samson, Head of Product Attributes bei Polestar, sagt: „Elektroautos definieren neu, was Performance leisten kann. Deshalb wollten wir etwas besser verstehen, das sich nicht allein anhand technischer Daten erfassen lässt: das menschliche Fahrerlebnis hinter dem Steuer. Die Zusammenarbeit mit der University of Oxford ermöglicht es uns, Performance aus einer neuen Perspektive zu betrachten und die technische Entwicklung unserer Fahrzeuge mit dem tatsächlichen Erleben der Menschen am Steuer zu verbinden.“

Max Klapow, Doktorand am Oxford SDG Impact Lab, erklärt: „Bei Performance geht es nicht nur darum, schneller zu fahren. Entscheidend ist, den Fahrenden durch vorhersehbare Fahrzeugreaktionen ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle zu vermitteln. Unsere Forschung ist ein erster Schritt, um dieses menschliche Fahrerlebnis messbar zu machen, indem wir die Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs mit den Reaktionen der Menschen hinter dem Steuer verknüpfen.“

Über Polestar

Polestar (Nasdaq: PSNY) ist die schwedische Marke für leistungsstarke Elektroautos, die sich durch kompromissloses Design und Innovation auszeichnet und sich zum Ziel gesetzt hat, den Wandel hin zu einer nachhaltigen Zukunft voranzutreiben. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Göteborg, Schweden, und seine Fahrzeuge sind weltweit in 31 Märkten in Nordamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum erhältlich.

In Deutschland hat Polestar seinen Hauptsitz in Köln. Insgesamt 14 Retail Standorte, die als Polestar Spaces bekannt sind, sowie über 200 Service Partner stehen den Kundinnen und Kunden zur Verfügung.

Polestar hat fünf Fahrzeuge in seinem Produktportfolio: Polestar 2, Polestar 3, Polestar 4 Coupé, Polestar 4 SUV und Polestar 5. Zu den geplanten Modellen gehören der Nachfolger des Polestar 2 (Markteinführung 2027), der Kompakt-SUV Polestar 7 (Vorstellung 2028) und der Roadster Polestar 6. Polestar, dessen Fahrzeuge derzeit auf zwei Kontinenten – Nordamerika und Asien – hergestellt werden, plant eine weitere Diversifizierung seiner Produktionsstandorte, wobei die Produktion des Polestar 7 in Europa geplant ist.

Polestar setzt sich konsequent für Nachhaltigkeit ein und hat sich einen ehrgeizigen Plan gesetzt, um seine Klimaziele zu erreichen: Halbierung der Treibhausgasemissionen pro verkauftem Fahrzeug bis 2030 und Klimaneutralität in der gesamten Wertschöpfungskette bis 2040. Die umfassende Nachhaltigkeitsstrategie von Polestar umfasst die vier Bereiche Klima, Transparenz, Kreislaufwirtschaft und Inklusion.

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