65 Jahre Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei
Am 30. Oktober 2026 begehen wir den 65. Jahrestag des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei. Was 1961 mit der Unterzeichnung dieses Abkommens begann, war weit mehr als eine arbeitsmarktpolitische Vereinbarung. Es markiert den Beginn einer gemeinsamen Geschichte, die von Leistung, Verantwortung und dem Aufbau einer starken Brücke zwischen Deutschland und der Türkei geprägt ist.
Als Union Internationaler Demokraten (UID) würdigen wir die erste Generation jener Menschen, die auf Grundlage des Anwerbeabkommens nach Deutschland kamen, um mit ihrer Arbeit zum wirtschaftlichen Wiederaufbau und zum Wohlstand dieses Landes beizutragen. Zugleich erinnern wir mit Respekt und Dankbarkeit an das Vermächtnis dieser Generation, das heute von ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln erfolgreich fortgeführt wird.
Die erste Generation leistete unter oftmals schwierigen Bedingungen in Fabriken, Bergwerken und auf Baustellen einen bedeutenden Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands. Mit ihrem Fleiß, ihrer Ausdauer und ihrem Einsatz hat sie nicht nur zum Wohlstand dieses Landes beigetragen, sondern auch das Fundament für die nachfolgenden Generationen geschaffen.
Aus ihren Reihen ist eine selbstbewusste und leistungsstarke Gemeinschaft hervorgegangen, die heute einen festen Platz in allen Bereichen des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens einnimmt.
Menschen mit türkischen Wurzeln engagieren sich in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Bildung, Gesundheitswesen, Kultur und Sport und leisten wertvolle Beiträge zum Wohlstand, zur Innovationskraft und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zugleich leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Vertiefung der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei und tragen dazu bei, die Zukunft Deutschlands aktiv mitzugestalten: Zugleich leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Vertiefung der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei und tragen dazu bei, die Zukunft unseres Landes aktiv mitzugestalten.
Diese Beziehungen kommen nicht nur in den engen wirtschaftlichen Verbindungen zwischen beiden Ländern zum Ausdruck, sondern ebenso in der intensiven wissenschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenarbeit.
Die vergangenen 65 Jahre waren jedoch nicht ausschließlich von Erfolgsgeschichten geprägt. Die rassistischen Verbrechen von Mölln und Solingen, die Mordserie des NSU sowie der Anschlag von Hanau mahnen uns, jeder Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Islamfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten. Solche Tendenzen bedrohen den gesellschaftlichen Zusammenhalt, untergraben das Vertrauen in ein respektvolles Miteinander und stellen eine ernsthafte Herausforderung für die Werte und Prinzipien unserer freiheitlich-demokratischen Ordnung dar.
In diesem Zusammenhang bleibt Mevlüde Genç ein herausragendes Symbol für Menschlichkeit, Versöhnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Trotz des unermesslichen Leids, das der Brandanschlag von Solingen über ihre Familie brachte, trat sie stets für Verständigung, Respekt und ein friedliches Miteinander ein. Ihr Vermächtnis erinnert uns daran, dass Menschlichkeit und Zusammenhalt stärker sind als Hass und Ausgrenzung. In diesem Geiste bleibt die die Botschaft von Mevlüde Genç aktueller denn je: „Liebe erhält das Leben, Hass zerstört es.“
65 Jahre nach Unterzeichnung des Anwerbeabkommens sind Menschen mit türkischen Wurzeln ein selbstverständlicher und unverzichtbarer Teil Deutschlands. Die Gewährleistung von Chancengleichheit, die Stärkung gesellschaftlicher Teilhabe, die Wahrung der doppelten Staatsangehörigkeit sowie der konsequente Einsatz gegen jede Form von Diskriminierung gehören zu den zentralen Voraussetzungen für den Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit unserer demokratischen Gesellschaft.
Über UID e.V.
Als UID treten wir entschieden für die Würde des Menschen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die freiheitlich-demokratischen Grundwerte ein. Rassismus, Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Islamfeindlichkeit haben in unserer Gesellschaft keinen Platz. Ihnen entschlossen entgegenzutreten, ist eine gemeinsame Verantwortung
Als nachfolgende Generationen jener Menschen, die vor 65 Jahren den Weg nach Deutschland wagten, tragen wir Verantwortung für die Zukunft unseres Landes. Auf der Grundlage von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und gegenseitigem Respekt setzen wir uns für ein starkes, gerechtes und zukunftsorientiertes Deutschland ein.
Aus Anlass dieses Jubiläums wird die UID am 30. Oktober 2026 um 16:00 Uhr in ihrer Zentrale eine Pressekonferenz ausrichten. Im Anschluss kommen Vertreter der ersten Generation zu einem gemeinsamen Abendessen zusammen. Mit diesem Programm möchten wir den Pionieren des Anwerbeabkommens würdigen und Ihnen unseren Dank, unsere Anerkennung und unseren Respekt zum Ausdruck bringen.
Union Internationaler Demokraten (UID)
Bildunterschrift:
65 Jahre Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei: eine gemeinsame Geschichte von Ankunft, Arbeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt. KI-generiertes Symbolbild.
