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Werkself Nachdreher: „Die Kaltschnäuzigkeit fehlte“

„Was die Mentalität und den Willen angeht, können wir uns nichts vorwerfen“, resümierte Robert Andrich nach der ersten Heimniederlage der Werkself in dieser Saison. Auch spielerisch zeigte Schwarz-Rot in der intensiven und körperlichen Partie eine über weite Strecken respektable Leistung, war dem VfB Stuttgart in den meisten statistischen Belangen überlegen. Einzig in Sachen Effizienz vor dem Tor hatten die Schwaben der Werkself etwas voraus. Chefcoach Carles Martínez will daraus lernen, um in Zukunft „auch diese Art von Spielen zu gewinnen“. Der Werkself Nachdreher.

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Werkself Nachdreher: „Die Kaltschnäuzigkeit fehlte“

„Was die Mentalität und den Willen angeht, können wir uns nichts vorwerfen“, resümierte Robert Andrich nach der ersten Heimniederlage der Werkself in dieser Saison. Auch spielerisch zeigte Schwarz-Rot in der intensiven und körperlichen Partie eine über weite Strecken respektable Leistung, war dem VfB Stuttgart in den meisten statistischen Belangen überlegen. Einzig in Sachen Effizienz vor dem Tor hatten die Schwaben der Werkself etwas voraus. Chefcoach Carles Martínez will daraus lernen, um in Zukunft „auch diese Art von Spielen zu gewinnen“. Der Werkself Nachdreher.

Werkself bedankt sich bei den Fans

Zusammenfassung: Großer Einsatz, wenig Ertrag

Trotz guten ersten Minuten sah sich die Werkself nach den Treffern von Ermedin Demirovic (16.) und Jamie Leweling (22.) wie bereits im DFB-Pokal gegen den 1. FC Nürnberg früh einem Zwei-Tore-Rückstand gegenüber. Wie beim 5:2 im Duell mit dem FCN reagierte Schwarz-Rot aber postwendend und erzielte den 1:2-Anschluss durch Patrik Schick (29.). Die Leverkusener waren nun am Drücker und hätten mit ein wenig mehr Fortune im Abschluss durchaus noch vor dem Pausenpfiff zum Ausgleich kommen können. Stattdessen schlugen die Gäste kurz nach Wiederanpfiff erneut eiskalt zu: Bilal El Khannouss sowie erneut Demirovic sorgten für den dritten und vierten Stuttgarter Treffer des Tages. Wenn auch häufig die letzte Präzision im Offensivspiel fehlte, die Moral stimmte bei Schwarz-Rot. Das Team von Carles Martínez spielte weiterhin nach vorne und kam in Person des fleißigen Ibrahim Maza noch zum 2:4 (79.). Weitere Tore konnten sich die Leverkusener trotz großem Einsatzes an diesem Tag jedoch nicht herausspielen.

Stimmen: „Haben alles rausgehauen“

„Das Resultat ist meiner Meinung nach zu hoch für das offene Spiel, das es war“, resümierte Cheftrainer Carles Martínez auf der Pressekonferenz nach der Partie und sah, dass sein Team „besonders in der ersten Hälfte mehr als nur ein Tor hätte schießen können“. Der Spanier betonte außerdem: „Ich habe viele Dinge von meinem Team gesehen, mit denen ich zufrieden bin, aber natürlich wollen wir uns in die Richtung verbessern, dass wir auch diese Art von Spielen gewinnen.“ Dafür wolle Martínez auch „am Defensivverhalten arbeiten“, weiß aber: „Jetzt müssen wir uns vor allem erholen, um es am Donnerstag wieder besser zu machen.“Robert Andrich

„Es ging wirklich zur Sache. Man hat gesehen, um wie viel es in diesem Spiel geht, leider haben wir es am Ende nicht gewonnen“, sagte Robert Andrich nach der Partie, betonte aber auch: „Wir haben alles rausgehauen und in jedem Duell alles gegeben. Wir wollten unbedingt gewinnen, was die Mentalität und den Willen angeht, können wir uns nichts vorwerfen.“

Dem stimmte auch Afonso Moreira zu und gab direkt die Marschrichtung vor: „Wir müssen uns aufs Positive fokussieren, aber auch unsere Lehren aus dem Spiel ziehen. Wir werden weitermachen, am Donnerstag hierher kommen und gegen Marseille gewinnen.“

Presseschau: „Offenes Visier auf beiden Seiten“

„Die Werkself hatte ebenfalls gute Chancen, doch die eigene Kaltschnäuzigkeit fehlte“, bewertete die Bild-Zeitung, die das Duell als „Gift- und Galle-Spiel“ bezeichnete. Auch der kicker sah ein „offenes Visier auf beiden Seiten – allerdings mit unterschiedlicher Effizienz“ und honorierte im Hinblick auf die Schlussphase, dass „sich Bayer auch in der Folge nicht aufgab“. Ähnlich las sich das Resümee des Kölner Stadt-Anzeigers: „Leverkusen blieb im Spiel, hatte einige vielversprechende Angriffszüge, doch der letzte Pass oder Abschluss haute nicht hin.“ 

Personal: Schick zu Hause weiter treffsicher

Zwar blieb Patrik Schick zuletzt in Sinsheim (0:3) ohne Treffer, vor heimischem Publikum netzte der Tscheche aber in allen vier Bundesligaspielen der laufenden Saison. Auch Ibrahim Maza traf in den beiden vergangenen Liga-Heimpartien. Waren dem 20-Jährigen gegen den SC Freiburg (2:1) noch erstmals ein Tor und ein Assist gelungen, erzielte er gegen den VfB Stuttgart nun zum ersten Mal einen Kopfball-Treffer.

Statistik: Schwarz-rote Dominanz reicht nicht

Die große Energieleistung der Werkself zeigt sich auch in den Zahlen zum Spiel: Ob Ballbesitz (63 % vs. 37 %), Zweikampfquote (56 % vs. 44 %), Passquote (82 % vs. 72 %) oder Torschüsse (24 vs. 15) – Bayer 04 war statistisch besser. Und auch ein eigener Torerfolg gelang Schwarz-Rot im nun 23. Bundesliga-Heimspiel in Folge. Das ist die längste Leverkusener Heimtreffer-Serie seit Ende 2013.

Ausblick: Auf Marseille folgt Köln

Für die Werkself geht es nun in die letzte Englische Woche vor der anstehenden Länderspielpause. Am Donnerstag, 5. November (Anstoß: 21 Uhr), heißt der Gegner im Heimspiel in der UEFA Europa League Olympique Marseille – Tickets gibt es HIER. Am darauffolgenden Sonntag, 8. November (Anstoß: 15.30 Uhr), geht es dann für Schwarz-Rot einmal über den Rhein zum Derby beim 1. FC Köln.

Quelle:Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH

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