
Die Woche vom 22. zum 29. Oktober war für die Damen- und Juniorinnen-Mannschaften des Duisburger Fußballclubs etwas Besonderes, da die Teams in die Türkei reisten, um zu trainieren und zu testen. Darüber hinaus wollten sie auch gerne das Land kennenlernen.
Nach 3,5 Stunden Flug von Düsseldorf aus kamen die jungen Damen mit ihren Betreuern in Antalya an – und gleichzeitig auch wieder im Sommer. Die wärmeren Temperaturen erhöhten die Begeisterung gleich noch einmal und lösten Urlaubsgefühle aus. Im Hotel angekommen, stärkten sich die Duisburgerinnen, bevor sie die Anlage besichtigten. Von Trainer Selahattin Demirbas ausgesucht, so erwies sie sich als riesig und luxuriös, mit vielen Schwimmbecken und Rutschen, aber auch diversen Restaurants und Bars.
Für die Fußballerinnen von großer Bedeutung natürlich war das Trainingsgelände, das nicht weit vom Hotel gelegen ist. Das Gelände überzeugte ebenfalls, und Trainer Demirbas merkt an: „Ich war umso glücklicher, dass sich meine Mädels so gefreut haben.“
Der nächste Tag begann mit Stabilisatoren-Übungen, bevor die Mannschaften einen gemeinsamen Ausflug ins nahegelegene Alanya unternahmen. In der 300.000 Einwohner umfassenden Stadt gab es für die Sportlerinnen die Gelegenheit zum Geldwechseln, zum Shoppen und zum Kennenlernen einer fremden Umgebung. Abgerundet wurde der Ausflug mit einem Besuch der Burg von Alanya, die über eine Seilbahn erreicht werden kann. Neben dem beeindruckenden Gemäuer selbst war auch die Aussicht über die Stadt faszinierend.
Am zweiten Tag standen einige Trainingseinheiten auf dem Plan, die zum Teil morgens und abends stattfanden. Wichtig war dabei, dass hohe Schüsse vermieden werden mussten – denn das Meer liegt zu nahe am Platz. „Wir wollten gerne unsere Bälle behalten“, scherzt der Trainer. Ansonsten war der Tag frei, um die Umgebung zu erkunden. Für den Trainer und seine Fußballerinnen gab es noch einen weiteren Höhepunkt des Tages: Viele Menschen kamen vorbei und waren begeistert davon, eine Damen-Fußballmannschaft in ihrer Stadt zu Gast zu haben. Sie waren auch fasziniert von der Ballkunst, welche die Sportlerinnen an den Tag legten – was den Stolz und die Freude der jungen Frauen zur Krönung brachte.
Der darauffolgende Freitag wurde von einer ganztägigen Schiffsreise dominiert, bei der es auch einige Schwimmpausen gab. Vom dritten Oberdeck ins Wasser zu springen machte nicht nur den Springern selbst Spaß, sondern auch allen, die dabei zusahen. Auch besuchte das Schiff einige Meereshöhlen und den berühmten Kleopatra-Strand.


Für Trainer Demirbas lag das wohl auch an dem Klimawechsel und dem ungewohnten Hotelaufenthalt. Er und seine Co-Trainerin Zaklina Gökcek machten sich in der Pause daran, die jungen Frauen wiederaufzubauen. Einerseits wies er auf die gemachten Fehler hin, betonte aber, dass es nicht um das Ergebnis in diesem Spiel ginge, sondern darum, dass die Duisburgerinnen eine tolle Mannschaft seien und sich nicht zu verstecken brauchten. Das sollten sie in der zweiten Halbzeit herausstreichen.

In der letzten Betrachtung aber handelte es sich um ein sehr spannendes, hervorragendes Fußballspiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten. Für die Duisburgerinnen war es eine großartige Erfahrung, gegen ein so starkes Team anzutreten. Sie konnten viel lernen und werden, so Demirbas, dieses Erlebnis sicher nicht vergessen.

Fotos: Privat