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Wirtschaft

Niedrigwasser: Schifffahrt und Industrie leiden

IHK fordert noch mehr politische Unterstützung

Die hohen Temperaturen der letzten Wochen haben Konsequenzen für die Wirtschaft. Der Rhein-Pegel sinkt immer weiter. Weniger Wasser bedeutet geringere Ladung für Binnenschiffe. Und damit höhere Transportkosten. Aktuell liegt der Rhein-Pegel in Duisburg-Ruhrort bei etwa 1,73 Metern. Bis Freitag (17. Juli) wird er voraussichtlich auf 1,67 Meter sinken und nähert sich dem historischen Tiefstand aus Oktober 2018 (1,53 Meter). Dazu IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger:

„Das Rhein-Niedrigwasser ist für unsere Schifffahrt und damit für unsere Industrie ein Problem. Die Schiffe können nur ein Drittel der üblichen Ladung mitnehmen. Das macht den Transport teuer und erschwert die Versorgung der Industrie mit Rohstoffen. Noch können die Schiffe fahren. Die Lager der Unternehmen sind gefüllt. Ob 2026 ein ähnlich schweres Jahr wird wie der Hitzesommer 2018, ist derzeit noch nicht abzusehen. Der Klimawandel wird aber wohl dazu führen, dass derartige Ereignisse häufiger auftreten. Darauf müssen wir uns vorbereiten. Die Unternehmen setzen auf neue, flachere Schiffe. Die Wirtschaft braucht aber weiter politische Unterstützung. Gut ist: Die Binnenschifffahrt ist ins Sondervermögen aufgenommen worden. Aber: Die Fahrrinne des Rheins muss weiter optimiert werden. Was wir uns von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder wünschen, sind weniger Hindernisse auf der gesamten Rhein-Strecke. Dazu gehören auch die Felsen am Mittelrhein.“

Laut Schätzungen ist die Industrieproduktion beim Niedrigwasser 2018 deutschlandweit zeitweise um rund 1,5 Prozent zurückgegangen.

+ Abbildung: Zeitvergleich Rheinpegel Duisburg-Ruhrort 2018 und 2026; Auswertung: Niederrheinische IHK.

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