Duisburg

Bas Türkei‑Reise Neue Phase der Zusammenarbeit

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Bas Türkei‑Reise Neue Phase der Zusammenarbeit

Duisburg/Ankara/Gaziantep. Die Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat im Rahmen eines offiziellen Besuchs in der Türkei mehrere Gespräche geführt und zentrale Einrichtungen im Bereich berufliche Bildung und industrielle Modernisierung besichtigt. Die Reise wurde sowohl in Berlin als auch in Ankara als ein Schritt hin zu einer vertieften und langfristig angelegten Kooperation bewertet. Begleitet wurde Bas von İsmail Ünal, dem Vorsitzenden des Verbands Türkischer Unternehmer und Akademiker in Duisburg und Umgebung (TIAD). e.V., sowie Mitgliedern des TIAD‑Vorstands.

Berufliche Bildung und Modernisierung im Mittelpunkt

Während ihres Aufenthalts informierte sich Bas über verschiedene Programme zur Qualifizierung von Fachkräften und zur Modernisierung industrieller Produktionsprozesse. In Gaziantep erhielt die Delegation Einblicke in die Arbeit des Ausbildungszentrums der Industrie- und Handelskammer (GSOMEM) sowie des Kompetenz- und Digitalisierungszentrums Model Fabrika. Beide Einrichtungen gelten als wichtige Instrumente, um Unternehmen bei der Anpassung an digitale und nachhaltige Produktionsstandards zu unterstützen.

Bas hob hervor, dass solche Strukturen eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung junger Menschen und Frauen auf den Arbeitsmarkt spielen. Die in Gaziantep entwickelten Modelle seien beispielhaft für eine moderne, praxisorientierte Berufsbildung, die den Anforderungen einer sich wandelnden Industrie gerecht werde.

Adnan Ünverdi, Präsident der Industrie- und Handelskammer Gaziantep, betonte die Bedeutung von qualifiziertem Personal, digitaler Transformation und grünen Produktionsprozessen für die Zukunftsfähigkeit der regionalen Wirtschaft. GSOMEM und Model Fabrika trügen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken und Beschäftigte auf neue berufliche Anforderungen vorzubereiten.

Gemeinsame Absichtserklärung in Ankara

In Ankara unterzeichneten Bas und der türkische Arbeits- und Sozialminister Prof. Dr. Vedat Işıkhan eine gemeinsame Absichtserklärung, die den Schutz der in Deutschland lebenden Menschen mit türkischen Wurzeln stärken und die Zusammenarbeit in arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Fragen vertiefen soll. Die Vereinbarung bildet die Grundlage für eine bilaterale Arbeitsgruppe, in der Expertinnen und Experten beider Länder künftig regelmäßig zusammenarbeiten.

Die Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas verwies auf die langjährige Verbindung zwischen beiden Ländern und unterstrich die wirtschaftliche Bedeutung der in Deutschland lebenden türkischstämmigen Bevölkerung. Auch Minister Işıkhan hob hervor, dass die Vereinbarung einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Rechte dieser Bevölkerungsgruppe darstellt.

Austausch mit Industrieunternehmen

Im Rahmen ihres Programms führte Bas zudem Gespräche mit Industrieunternehmen, darunter dem MAN‑Werk in Ankara. Themen waren die Sicherung von Arbeitsplätzen, die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte sowie die Anpassung an strukturelle Veränderungen in der Arbeitswelt. Die Gespräche wurden als Beispiel für die praktische Umsetzung der deutsch‑türkischen Zusammenarbeit im Industriesektor gewertet.

Rolle des TIAD

Die Teilnahme des TIAD e.V. Duisburg an den Gesprächen unterstreicht die Bedeutung der türkischstämmigen Wirtschaft in Deutschland für die bilateralen Beziehungen. TIAD‑Vorsitzender İsmail Ünal und der Vorstand führten Gespräche mit türkischen Industrievertretern, um bestehende Kooperationen zu vertiefen und neue Partnerschaften zu entwickeln.

Neue Perspektiven für die bilateralen Beziehungen

Der Besuch von Bärbel Bas zeigt, dass die deutsch‑türkischen Beziehungen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik, der beruflichen Bildung und der industriellen Modernisierung zunehmend auf eine institutionalisierte und langfristige Grundlage gestellt werden. Die geführten Gespräche und die vereinbarten Maßnahmen gelten als Auftakt einer neuen Phase der Zusammenarbeit.

Fotos: Hasim Kilic, Ministerium für Arbeit und Soziale Sicherheit der Republik Türkei und TIAD e.V.Duisburg

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