Moers

Moerser Innenstadt müsste generell stärker belebt werden

Moers. Für den SPD-Stadtverband Moers können verkaufsoffene Sonntage nicht „das Allheilmittel zur Rettung der Moerser Wirtschaft sein.

Markus Tenbergen
SPD-Pressesprecher Markus Tenbergen

„Erst kurz vor der Wahl hat der Bürgermeister medienwirksam einige wenige Wirtschaftsakteure ins Rathaus eingeladen, um in kleiner Runde Wünsche entgegen zu nehmen, nur um im Anschluss den Ball in Richtung Politik zu spielen. Schon da wäre ein gemeinsames, fraktionsübergreifendes Vorgehen zielführend gewesen“, erklärt SPD-Pressesprecher Markus Tenbergen. „Damals konnte die Gewerkschaft Verdi durch die Hinzunahme eines integrierten ,Kulturfestes’ von einer Klage gegen den verkaufsoffenen Sonntag abgehalten werden. Nun ist es wieder die böse Gewerkschaft, die den Planungen der Moerser Wirtschaft einen Strich durch die Rechnung machen könnte. Da geht man lieber gleich in die Offensive und verurteilt prospektiv eine eventuelle Klage, anstatt die Gelegenheit zu nutzen, um ein Konzept mit allen Akteuren zu entwickeln“, so Tenbergen.

Dabei hilft aus Sicht der SPD schon der Gang mit offenen Augen durch die Moerser Stadt, um die Fakten zu sehen. „Die Innenstadt ist ab 19 Uhr mausetot. Samstags sogar schon früher. Und das war sie auch schon vor dem Lockdown. Kein Abendmarkt, keine Kleinstveranstaltungen, keine Initiativen, die zahlungskräftiges Publikum dauerhaft nach Moers locken könnten“, ergänzt SPD-Stadtverbandschef Harald Hüskes.

 Moerser Innenstadt müsste generell stärker belebt werden

In der Zeit vor dem Lockdown konnte man allerdings auch sehen, dass Restaurants und Kneipen bis spät in den Abend gut gefüllt waren. Das lag aus Sicht der SPD nicht nur am schönen Wetter, sondern auch an der Kostenbefreiung für die Außenbewirtschaftung. Dadurch habe es für die Kunden ein größeres und attraktiveres Angebot gegeben, sich mal schnell zu setzen, um sich für den weiteren Einkaufsbummel zu stärken. „Wenn allerdings die Geschäfte spätestens um 19 Uhr die Tore schließen, ist es auch wieder vorbei mit der Einkaufsfreude. Wo bleibt der viel diskutierte Abendmarkt und weitere kleine Highlights in unserer Innenstadt?“ fragt Tenbergen. Wenn das Angebot in der Stadt über 19 Uhr hinaus stimmen würde, dann kämen vielleicht auch wieder mehr Besucher – und nicht nur am Sonntag.

Die SPD fragt, wann der Bürgermeister denn ein runder Tisch mit allen Akteuren initiieren will? Ideen für die Grafenstadt gäbe es genug. (LB/UM)

Fotos: Archiv LB

 

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