Gesundheit

Entspannt im OP ohne Beruhigungsmittel? Im St. Irmgardis-Krankenhaus geht das mit einer speziellen Brille:

Die Video-Brille macht Patienten einfach happy

Süchteln. Wem ein medizinischer Eingriff unter Regionalanästhesie bevorsteht, der hat manchmal Bedenken. Darunter verstehen Mediziner eine Teilnarkose, bei der der Patient wach ist. Dabei ist es oft nicht die Angst vor dem Eingriff  – vielen graut es einfach vor den Eindrücken, der Umgebung und dem ständigen Anblick der grünen Kacheln im Operationssaal. Dafür gibt es jetzt im St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln eine Lösung: die Video-Brille. Denn in dieser Brille verbirgt sich ein Videosystem, das während der Operation optische und akustische Ablenkung bietet.

Einfach aufsetzen und aus über 50 Möglichkeiten auswählen – Naturfilme, Dokumentationen, Hollywood-, Reise- oder Klassikerfilme stehen genauso umfangreich zur Auswahl wie Spiel-, Opern-, Ballett- und Kinderfilme. Von „Heidi“ über „Mission Impossible“ bis „Mozart“ und „Mister Bean“ – die ganze Bandbreite der Unterhaltung ist über die Video-Brille zu sehen und durch den integrierten Kopfhörer auch hörbar.

Uwe Weinsheimer (61) aus Nettetal ist einer der ersten Patienten, der die Video-Brille bei einer Operation an der Hand ausprobieren konnte – und ist mehr als angetan. „War alles super. Ich war wirklich entspannt und habe mich rundum wohl gefühlt“, berichtet er. Er wählte aus dem Bereich Natur einen Film über Wasser.

„Unsere Patienten sind von der Video-Brille völlig begeistert und kommen durch die gewählten Filme entspannter und angstfreier durch eine Operation“, weiß Mila Henn, Oberärztin der Anästhesie und Ärztliche Leiterin der Zentralen Notaufnahme des Krankenhauses. Sie schätzt die schnelle Einsetzbarkeit und leichte Bedienung der Brille. Dass die Brille als zertifiziertes Medizinprodukt natürlich nach den Hygienebestimmungen des Krankenhauses gereinigt und für jeden Patienten individuell angepasst werden kann, gehört auch dazu.

Bildunterschrift:

Die Video-Brille im Einsatz: Oberärztin Mila Henn (l.) und Dr. Jessica Görgens (r.), Chefärztin der Anästhesiologie und Intensivmedizin.

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