Gesundheit

Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung in der Corona-Pandemie:

  St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln stockt tarifliche Corona-Sonderzahlung für jeden Mitarbeiter um 50 Prozent auf

Süchteln. Die Politik hat in den vergangenen Monaten – zumindest für einen Teil der im Gesundheitswesen Beschäftigten – eine „Corona-Prämie“ bewilligt, so für die Bereiche der Altenhilfe und in geringem Umfang auch für Krankenhäuser. Leider konnten von den öffentlichen Mitteln bei weitem nicht alle Krankenhäuser und nicht alle Mitarbeiter von diesen „Corona-Prämien“ profitieren. Die Tarifpartner im Bereich Caritas haben daher für alle Mitarbeitenden in kirchlichen Einrichtungen eine Corona-Sonderzahlung vereinbart.

Das St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln hat – wie alle Einrichtungen der
St. Franziskus-Stiftung Münster – beschlossen, über die tarifliche Corona-Sonderzahlung hinaus allen Mitarbeitenden für die außerordentliche, fachliche und menschliche Leistung in dieser lang andauernden, schwierigen Zeit der Corona-Pandemie in besonderer Weise zu danken. „Alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten seit Monaten unter den wirklich schwierigen Corona-Bedingungen Enormes. Dafür setzen wir ein deutliches Zeichen der besonderen Wertschätzung: Jeder Mitarbeitende bekommt auf die tarifliche Sonderzahlung noch 50 Prozent zusätzlich gezahlt“, erklärt Geschäftsführer Dr. Conrad Middendorf. Dies gilt selbstverständlich auch für die Mitarbeiter, die nicht durch den Tarifabschluss erfasst sind, wie etwa Reinigungskräfte und viele Weitere.

„Unsere Teams sind in allen Bereichen sehr engagiert. Dass die großartige Leistung in dieser schwierigen Zeit durch die außerordentliche Zuwendung jetzt noch einmal deutlich unterstrichen wird, wissen die Kolleginnen und Kollegen ganz sicher zu schätzen“, so Dr. Christian Haacker, Vorsitzender der Mitarbeiter-Vertretung (MAV).

 

Über das St. Irmgardis-Krankenhaus:

Von 1871 bis 2008 betrieb die Katholische Kirchengemeinde St. Clemens Süchteln das St. Irmgardis-Krankenhaus als Trägerin. Zum 1. Januar 2009 übernahm die St. Franziskus-Stiftung Münster mit 51 Prozent die Mehrheit an der neu gegründeten St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln GmbH. 49 Prozent hält das benachbarte Allgemeine Krankenhaus Viersen (AKH). Das St. Irmgardis-Krankenhaus ist seit über 140 Jahren fester Bestandteil der medizinischen Versorgung im Kreis Viersen.

Bürgerschaftliches Engagement, gepaart mit der Spendenbereitschaft breiter Bevölkerungskreise, legten damals den Grundstein für das Haus. Geprägt durch Ordensfrauen, die 1972 das Haus wegen Nachwuchsmangels verließen, arbeiten engagierte Mediziner und geschultes Personal auch heute noch nach christlichen Idealen zum Wohle der anvertrauten Patienten.

1900 hatte das Haus etwa 50 Krankenbetten. Es wurde in den folgenden Jahrzehnten erweitert und modernisiert, um die ständig wachsende Zahl von Patienten zu betreuen. Nach dem Bau des St. Antonius-Hauses 1930/1931 wurde in den Jahren 1961 bis 1963 ein Neubau mit modernen Krankenzimmern, Diagnose-, Therapie- und Versorgungsräumen sowie einer Schule für Krankenpflege errichtet. Heute, nach Neubau eines Bettenhauses, verfügt das St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln über 160 Krankenbetten – einschließlich sechs interdisziplinärer Intensiv-Pflegebetten. 360 Mitarbeiter sind hier im Einsatz.

Zum St. Irmgardis-Krankenhaus gehören vier Klinken: Innere Medizin, Geriatrie,  Chirurgie und jetzt neu Anästhesiologie und Intensivmedizin. Die Leitung der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Onkologie liegt bei Chefarzt Dr. med. Ulrich Bauser.

Die Verantwortung für die Klinik für Geriatrie obliegt Chefarzt Hanns-Peter Klasen.

In der Chirurgie gibt es drei Bereiche mit den chirurgischen Schwerpunkten: Allgemein- und Viszeralchirurgie mit Chefarzt Dr. med. Christian Maciey, Unfallchirurgie und Orthopädie sowie Sportmedizin mit Chefarzt Dr. med. Kai Platte/Ärztlicher Direktor und Plastische-, Ästhetische- und Handchirurgie mit Chefarzt Dr. med. Tobias Köppe.

Die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin wird geleitet von Chefärztin Dr. Jessica Görgens.

Weiter gehört eine ambulante kardiologische Rehabilitationsabteilung mit 20 Plätzen zum Portfolio.

Als Ausbildungsstätte werden 50 Plätze für staatlich anerkannte Pflegefachkräfte bereitgestellt, hierfür besteht für die theoretische Ausbildung eine Beteiligung an der Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe (AGP Viersen GmbH).

Zusätzlich wird eine Ausbildung zum Operations-Technischen- und auch zum Anästhesiologischen-Technischen-Assistenten angeboten.

Im Jahr 2019 wurden über 6.100 Patienten stationär und rund 16.500 Patienten ambulant behandelt.

Foto: Markus Bachmann

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