Kamp-Lintfort

Stadt wird Eisenbahninfrastrukturunternehmer!

Der Rat der Stadt beschließt die Beteiligung an der Niederrheinbahn GmbH

„Es handelt sich um ein im wahrsten Sinne des Wortes bahnbrechendes Ereignis“ freut sich Bürgermeister Prof. Dr. Landscheidt. In seiner nichtöffentlichen Sitzung am 12.12.2018 hat der Rat die Beteiligung der Stadt an der Niederrheinbahn GmbH beschlossen. „Das ist ein weiterer Meilenstein im Projekt Niederrheinbahn.“

“Wir wollen mit der Beteiligung unseren Willen zur Umsetzung verdeutlichen. Für die fachliche Expertise werden wir eine Kooperation mit der R.A.T.H. Gruppe aus Düren eingehen“ ergänzt Landscheidt. Die Niederrheinbahn GmbH soll als Eisenbahninfrastrukturunternehmen die Sanierung der Gleistrasse von Kamp-Lintfort bis zum Bahnhof Rheinkamp durchführen. Neben der Vorplanung und den Abstimmungen mit weiteren Behörden und Einrichtungen soll die Gesellschaft die Förderanträge für die Streckensanierung erstellen. Nach Betriebsaufnahme wird die Gesellschaft die Trasse und die daran liegenden Haltepunkte bewirtschaften.

„Wir finden das Projekt sehr spannend und freuen uns deshalb mit unserer Erfahrung einen wichtigen Baustein für die regionale Mobilität beizusteuern“ erläutert Herbert Häner von der R.A.T.H. Gruppe.

Die Gesellschaft soll nun kurzfristig gegründet werden und an die bisher geleisteten Vorplanungen anknüpfen und die Arbeiten fortführen. „Wenn alles perfekt läuft, schaffen wir zur Landesgartenschau einen Vorlaufverkehr“ erläutert Bürgermeister Landscheidt. Grundsätzlich bleibt es bei der Planung, dass im Jahr 2021 Kamp-Lintfort einen regulären Schienenpersonennahverkehrsanschluss erhält. „Wenn die Trasse saniert, der Gleisbogen in Rheinkamp und der Haltepunkt an der Kattenstraße gebaut sowie die erforderlichen Genehmigungsverfahren erfolgreich abgeschlossen wurden, soll laut Verkehrsverbund Rhein-Ruhr die Linie RB44 von Bottrop über Oberhausen, Duisburg und Moers bis Kamp-Lintfort fahren“ erläutert Häner das Betriebskonzept. Vorläufig ist ein Stundentakt geplant. Wenn sich die Fahrgastzahlen positiv entwickeln kann es ggf. auch zu einer Taktverdichtung kommen.

Eine Elektrifizierung der Trasse ist nicht geplant. Laut Verkehrsverbund sollen ab 2025 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben fahren.

 

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