Moers

In Moers entsteht ‚mehr‘ Park: Vier Projekte laufen bis 2027

Moers. (pst) „Warum ist meine Joggingstrecke durch den Park abgesperrt, wieso kann ich nicht mehr ungehindert über den Wall laufen, und überhaupt: Was machen die denn da überhaupt?“

 

Viele Besucherinnen und Besucher des Schloss- und Freizeitparks stellen sich derzeit solche Fragen. Und sie werden dies noch sehr lange tun, denn bis zum Frühjahr 2027 werden verschiedene Bereiche erneuert. „Wir schaffen einen Mehrwert und zwar vierfach“, erläutert Stefan Oppermann, Leiter des Fachdienstes Freiraum- und Umweltplanung.

 

„Hier gibt es künftig mehr Möglichkeiten für Sport und Spiel, mehr natürliche Erlebnisbereiche am Moersbach, mehr Erholung im historischen Teil des Parks und mehr Barrierefreiheit.“ Am weitesten fortgeschritten ist der letzten Punkt. Bis Anfang 2022 wird der Wall an der Nahtstelle zwischen Schloss- und Freizeitpark ‚durchstochen‘ und aufgeweitet, sodass der Übergang ohne die steilen Rampen oder Treppen möglich wird.

 

Der halbmondförmige Platz am Stadtgraben wird außerdem durch die Reaktivierung der „Kanonenstrahler“ aufgewertet. Die ersten beiden Bauabschnitte u. a. mit vier barrierefreien Zugängen in den Schlosspark sind bereits fertiggestellt.

 

 

Mehr Spielen und Action

Teilweise parallel zu diesen Arbeiten läuft die Neugestaltung des Freizeitparks rund um den künstlichen See. Auf einen Platz zum Treffen und für Veranstaltungen, einen Aktivpark und eine Skateranlage, eine Wasserfläche zum Spielen und Schlittschuhlaufen sowie einen Ballonstartplatz können sich die Nutzerinnen und Nutzer Ende 2022 freuen. Gegebenenfalls wird das Areal auch noch mittelfristig um zwei Boule-Bahnen erweitert. Der vorhandene Wasserspielplatz wird um eine Schaukellandschaft, zwei Bodentrampoline, ein integratives Karussell und eine Tischtennisplatte ergänzt.

 

Mehr Geschichte, mehr Natur

Ein langfristiges Projekt ist die denkmalgerechte Sanierung des historischen Schlossparks. Hierzu gehört die Wiederherstellung von Plätzen, Wegen und der Brücke hinter dem Café, die Erneuerung der Möblierung und Bepflanzungen nach historischem Vorbild. Derzeit laufen die Vorbereitungen. Umfangreicher ist auch die Renaturierung des Moersbachs durch die Linksniederrheinische Entwässerungsgenossenschaft (LINEG), die bereits 2014 begonnen hat. Fische sollen das Gewässer wieder barrierefrei passieren können, und das Gewässerbett soll durch vorgenommene Veränderungen dem ursprünglichen Flussverlauf angepasst werden. Gleichzeitig wird der Naherholungsbereich damit aufgewertet. Bis zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 sollen alle Vorhaben abgeschlossen sein. „Das ist eine lange Zeit, in der es immer wieder zu kleinen oder auch größeren Einschränkungen im Park kommen kann“, weiß Stefan Oppermann. „Für diese Einschränkungen bittet die Verwaltung um Verständnis. Aber auf das Ergebnis können wir uns freuen.“

 

Bildzeile: An zentralen Zugangsbereichen weist die Stadt Moers künftig auf die Arbeiten hin. (Grafik: pst)

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