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New ways to fly – Corona verleiht dem Moers Festival neue Flügel

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Moers. Es hat stattgefunden, das 49. Moers Festival zu Pfingsten. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit setzten der künstlerische Leiter Tim Isfort und sein Team ein Konzept um, das von der Corona-Krise beeinflusst, für die bundesdeutsche Festivalszene Vorbild sein kann: Live-Musik mit Künstlern gemeinsam auf der Bühne im Stream über das Internet, offen für direkte Reaktionen eines Publikums, das daheim und draussen die Bilder und Töne aus Moers auf Monitoren, Bildschirmen und Handys verfolgen konnte.
Dank der Kultursenders ARTE wurden so täglich über 600 Minuten Moers Festival ausgestrahlt.

Und natürlich litt Moers 2020 unter den Folgen der Pandemie. Künstler aus USA, Brasilien oder Äthiopien konnten nicht nach Deutschland reisen, andere wollten die Alternative eines Streaming-Festivals schlichtweg nicht.

 

Isfort und sein Team  standen vor der Aufgabe, unter einer sich ständig veränderten Lage in Deutschland und Europa ein Programm zusammenzustellen, dass dem Moerser Festival-Charakter, aber auch den Vorstellungen der Sponsoren und Förderer entsprach. Ein Nebeneffekt der Programmgestaltung: Wieder einmal mehr bewies sich, dass die europäische Musikszene genügend kreatives Potential hat und es auch ohne Künstler aus Übersee möglich ist, ein interessantes Programm zu gestalten. Natürlich muss auch erwähnt werden, dass viele internationale Musiker ihr Tätigkeitsfeld schon vor Corona nach Europa verlegt haben.

 

So wurde  der Festival-Slogan “New way to fly” wirklich mit Leben erfüllt. Das Publikum an den “Geräten daheim” erlebten spannende musikalische Momente.  Musiker/innen betonten, wie froh sie waren, nach Wochen der Zwangspause endlich wieder gemeinsam auf einer Bühne stehen zu können.  Moers bewies, dass es auch 48 Festivaljahren immer noch  für zumindest vier Tage der Mittelpunkt einer kreativen Musikszene ist und somit die 49. Ausgabe mehr als nur ein guter Testlauf für die Jubiläumsausgabe  2021 in einer  sich veränderden Livemusikszene war. Und für Tim Isfort – und dieses ist keine gewagte Prognose – dürfte sich der Marktwert als gefragter Festivalmacher gewaltig gesteigert haben. (UM/LB)

 

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