Startseite Kamp-Lintfort Heutage im Zechenpark Friedrich Heinrich
Heutage im Zechenpark Friedrich Heinrich

Heutage im Zechenpark Friedrich Heinrich

von Lokale Blicke

Im Zechenpark wird nun Heu geerntet statt Kohle gefördert

Aktuell kann man im Zechenpark das Heuen der Wiesen beobachten. Die aktuelle trockene und beständige Wetterlage über mehrere Tage ist ideal, um die Wiesen im Zechenpark zu mähen. Mit dem Mähen kann der Artenreichtum der Blumenwiesen erhalten werden. Am artenreichsten bleiben die Wiesen, wenn sie ein- bis dreimal pro Jahr gemäht werden. Anzahl und Zeitpunkt sind abhängig vom Graswuchs: Je nährstoffreicher der Standort, desto früher und häufiger muss geschnitten werden.

Für eine erfolgreiche Heuernte ist ein bestimmter Ablauf notwendig: Am ersten Tag wird die Wiese gemäht, an den darauffolgenden Tagen muss die Biomasse unter hoffentlich bester Sonneneinstrahlung durch tägliches Wenden getrocknet werden.  Die so getrockneten Wiesenpflanzen wie Gräser, Kräuter und Hülsenfrüchtler bezeichnet man dann als Heu. Dabei können die reifen Blumensamen ausfallen und damit der Blumenanteil stabil bleibt.

Stephan Koeters aus Neukirchen-Vluyn und Norbert Büsch übernehmen die Arbeiten auf insgesamt 5 Hektar Zechenparkfläche und nutzen das Kräuter-Heu im Anschluss als Viehfutter.

Sie verlassen sich bei allen Arbeitsgängen wie Mähen, Auseinanderstreuen des Mahdgutes, Wenden und reihenförmiges Schwaden des Heus auf ihre Oldtimer-Traktoren aus den 60iger und 70iger Jahren, die sie aufwendig restauriert und instandgehalten haben. Für eine perfekte Heuernte kommen dazu auch die passenden Maschinen wie Kreiselmäher, Heuwender, Schwader und eine Ballenpresse aus dem Jahre 1963 im Zechenpark zum Einsatz.

Trotz der vergleichsweise späten Mahd aufgrund der vorangegangenen langen Regenperiode erwarten wir nach dem Mähen einen zweiten Blühaspekt mit spät blühenden Arten wie Wilde Möhre, Malve und der violett blühenden Flockenblume.

Innerhalb weniger Jahre entwickelt sich mithilfe der Landesgartenschau das ehemalige Zechengelände zu einem Hotspot für die Artenvielfalt.

Mit dem Zechenpark ist Natur und Biodiversität in der Stadtmitte angekommen und viele Bürger schätzen die neue „Wildnis“ vor der Haustür.

So gelingt für Kamp-Lintfort mit dem Zechenpark der Strukturwandel sozial, wirtschaftlich und ökologisch.

Info Heuwiesen:

Klassische Heuwiesen sind durch menschliche Einflüsse und eine regelmäßige Nutzung entstanden. Sie gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas und sind somit ein wichtiger Teil unserer Kulturlandschaft.

Umgangssprachlich wird häufig von einer Blumenwiese gesprochen, doch es ist eine Mischung aus Gräsern und Blumen heimischer Wildarten.

Related Posts

Kommentar hinterlassen

Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Erlebnis zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass Sie damit einverstanden sind, aber Sie können sich abmelden, wenn Sie möchten. Akzeptieren Mehr lesen