Moers

Ausstellung eröffnet: „Rassenhygiene“ der Nazis gab es auch in Moers

Der stellvertretende Bürgermeister Ibrahim Yetim eröffnete die Ausstellung.

Moers. (pst) „‚Rassenhygiene‘ – alleine dieses Wort erweckt sicher nicht nur in mir Ekel und Abscheu. Kinder und Erwachsene, die schwer erkrankt oder behindert waren, wurden unter diesem Deckmantel systematisch von den Nazis verschleppt und ermordet. Ich danke den Initiatoren des Vereins ‚Erinnern für die Zukunft‘ und der vhs, dass sie diese Ausstellung nach Moers geholt haben.“ Der stellvertretende Bürgermeister Ibrahim Yetim eröffnete mit diesen Worten am Freitag, 1. September, im Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum die Wanderausstellung „Die nationalsozialistischen Euthanasie-Morde“. Bewegend und multimedial erläutert sie die Mordaktionen gegen psychisch kranke und geistig behinderte Menschen in Deutschland ab 1939. Sie beleuchtet auch das Verdrängen und Verschweigen der Morde nach 1945 und informiert über Einzelschicksale.

80 Fälle in Moers
Thomas Ohl von „Erinnern für die Zukunft e. V.“ ging in seiner Begrüßung auf die Forschungen des Vereins zum Thema „Euthanasie“ in Moers ein. Mittlerweile seien 80 Fälle bekannt. Anschließend erläuterte Historiker Dr. Uwe Kaminsky die Ausstellung. Die Medienstationen verfügen über eine Braille-Beschriftung für Sehbinderte, Hörgerätetransponder und Kopfhörer. Die Exponate sind barrierefrei erreichbar. Begleitbände – auch in leichter Sprache – stehen zum Verkauf. Die Ausstellung ist bis zum 29. September im Foyer des Bildungszentrums zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Bildzeile:

Bewegend erläutert die Ausstellung die Mordaktionen gegen psychisch kranke und geistig behinderte Menschen (Fotos: pst)

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