Kreis Wesel

Am Kreishaus Wesel weht die Regenbogenflagge


Am Kreishaus Wesel weht die Regenbogenflagge

Vor dem Kreishaus Wesel an der Reeser Landstraße weht auch in diesem Jahr wieder die Regenbogenflagge für Toleranz und gegen Diskriminierung. Mitarbeitende hissten gemeinsam mit Landrat Ingo Brohl am Dienstag, 17. Mai 2022, die bunte Flagge anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie, kurz IDAHOBIT. 

„Mit dem Hissen der Regenbogenflagge positionieren wir als Kreisverwaltung Wesel uns deutlich für Toleranz und gegen jede Art von Diskriminierung und Gewalt,“ so Landrat Ingo Brohl. „Der IDAHOBIT am 17. Mai ist ein Aufruf an alle Menschen auf der ganzen Welt, sich für die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen und Homophobie und Intoleranz zu ächten.“ 

Am Kreishaus Wesel weht die Regenbogenflagge

In Zusammenarbeit mit dem Personalrat der Kreisverwaltung hatte der Landrat sich bereits im letzten Jahr entschieden, die Regenbogenflagge jährlich für drei Tage zum IDAHOBIT vor dem Kreishaus zu hissen. „Die Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in unserer Gesellschaft steigt, dies gilt erfreulicherweise auch für die Arbeitswelt,“ so Andreas Enning, Vorsitzender des Personalrats beim Kreis Wesel. „Allerdings ist das Ende der Fahnenstange bis zur vollständigen Akzeptanz nicht heterosexueller Menschen noch nicht erreicht.  Diskriminierung ist leider immer noch ein Thema.“ Nach einer Studie des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Universität Bielefeld werden rund ein Drittel der Homosexuellen in Deutschland im Arbeitsleben diskriminiert, so Enning weiter. „Die Kreisverwaltung Wesel setzt mit dem Hissen der Regenbogenflagge ein deutliches Zeichen dafür, dass alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und Identität willkommen sind.“ 

Vor 32 Jahren, am 17. Mai 1990, beschloss die Weltgesundheitsorganisation (WHO), Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. Ein wichtiger Tag für die rechtliche Gleichstellung, soziale Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe. Jedoch gibt es auch gut drei Jahrzehnte später noch Stigmatisierung und Diskriminierung von homo- und bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen, nicht-binären und queeren Menschen. Daher wird seit 2005 weltweit jährlich mit einem Aktionstag auf anhaltende Diskriminierung aufmerksam gemacht.

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