Krefeld

Um einen Freund zu schützen: Mann gibt sich als Unfallverursacher aus

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Um einen Freund zu schützen: Mann gibt sich als Unfallverursacher aus

Krefeld (ots) – Kurz nach einer Fahrerflucht hat sich ein Mann am Unfallort eingefunden und behauptet, den Unfall verursacht zu haben. Nur: Er war es gar nicht.

Am Freitag (1. Mai 2026) gegen 15:10 Uhr hatte ein Pkw-Fahrer an der Kreuzung von Ritterstraße und Krahnenstraße eine Radfahrerin touchiert. Die 24-Jährige aus Duisburg war auf dem Radweg die Straße entlanggefahren und bei dem Unfall leicht verletzt worden. Sie kam in ein Krankenhaus.

Der Mann, der sich kurz darauf am Unfallort meldete, war allerdings nicht der wahre Verursacher: Weil letzterer keinen Führerschein besitzt, hatte er die Flucht ergriffen, einen Freund angerufen und diesen gebeten, sich als Fahrer des Unfallautos auszugeben. Zu diesem Zweck hatten die beiden sogar ihre

Oberbekleidung getauscht, um glaubwürdig zu wirken. Als der Schwindel aufflog, telefonierte der vermeintliche Unfallverursacher den wirklichen herbei, einen 24-Jährigen aus Krefeld. Den 37-jährigen Freund, ebenfalls aus Krefeld, erwartet nun eine Anzeige wegen Strafvereitelung.

Hinweis:

Gemäß § 258 StGB (Strafvereitelung) macht sich strafbar, wer vorsätzlich oder wissentlich verhindert, dass eine andere Person für eine begangene Straftat verfolgt oder bestraft wird. Dazu zählt insbesondere das Verstecken von Tätern, das Beseitigen von Beweismitteln oder das Täuschen von Behörden. Der Gesetzgeber sieht hierfür Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren vor.

Foto:Symbolbild

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