Moers

„Stillen ist individuell“

Im Perinatalzentrum im Krankenhaus Bethanien stehen Müttern zwei Stillberaterinnen zur Seite

Stillen ist individuell – entsprechend setzt das Krankenhaus Bethanien Moers in seiner Frauenklinik sein Stillkonzept um. „Wir gehen individuell auf jede Mutter und jedes Kind ein und bereiten sie auf die Tage nach dem Krankenhausaufenthalt vor“, erklärt Patrycja Rogmann als eine der beiden Stillberaterinnen im Krankenhaus. Einige Mütter haben körperliche Probleme andere wiederum können oder möchten nicht Stillen. „Wir betrachten in diesen Fällen immer die Möglichkeiten der Mütter und Kinder und versuchen, ihre individuellen Ressourcen zu unterstützen“, erläutert Dr. Peter Tönnies, Chefarzt der Frauenklinik am Krankenhaus Bethanien.

 

„Durch die Umstrukturierung der Wöchnerinnenstation und der Frühgeborenenintensivstation – konzeptionell, personell und räumlich – können wir den Familien nun zwei Stillberaterinnen zur Seite stellen“, so Dr. Peter Tönnies weiter. Anja Weber ist die zweite Stillberaterin im Krankenhaus und hauptsächlich auf der Frühgeborenenintensivstation tätig: „Hier ist mein Einsatz oft besonders wichtig: Viele Frauen hatten im Vorhinein kaum Zeit, sich mit dem Thema zu beschäftigen. In vielen Fällen können Frühgeborene nicht auf natürlichem Wege gestillt werden.“ Auch hier erarbeitet das Team interdisziplinär eine individuelle Lösung. Die Patientinnen erhalten Tipps zu sogenannten Stillhilfsmitteln oder zur Aufrechterhaltung der Muttermilchbildung – immer geht es um Wege, die für Mutter und Kind sinnvoll sind. „Für uns hat es etwas mit Wertschätzung zu tun, dass wir auf die Möglichkeiten und Wünsche der Patientinnen eingehen“, meint Karina Vinokurow, Stationsleiterin der Wöchnerinnenstation.

 

Mit einer kürzlichen Umstrukturierung der Abteilungen ist der Austausch zwischen Hebammen, Stillberaterinnen und Ärzten intensiver geworden. „Etwa zweimal wöchentlich tauschen wir Diagnosen, Erfahrungen und Tipps zwischen der Wöchnerinnen- und der Frühgeborenenstation aus“, erklärt Bianca Schmitz, seit 2019 Stellvertretende Stationsleiterin der Wöchnerinnenstation. „Für mich stellt das den großen Vorteil unseres Perinatalzentrums dar: Wir haben die Möglichkeit, alle Mütter, Neugeborene und Frühgeborene interdisziplinär zu behandeln und zu beraten“, erklärt Petra Hübbers, Stationsleiterin der Frühgeborenenintensivstation. Hinter dem modernen Konzept steht ein Grundgedanke: „Wir möchten unsere Patientinnen noch enger betreuen, besser beraten und auf die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt vorbereiten“, so Dr. Peter Tönnies.

 

Das Perinatalzentrum Level 1 im Krankenhaus Bethanien ist ein organisatorischer und räumlicher Verbund aus Geburtsklinik und Kinderklinik mit Neonatologie (Neu- und Frühgeborenenmedizin). Es dient der bestmöglichen Versorgung von Müttern und ihren Kindern vor, unter und nach der Geburt. Perinatalzentren gibt es in verschiedenen Versorgungsstufen (sog. Level). Das Krankenhaus Bethanien ist in der Region die einzige Klinik, die als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1) ausgewiesen ist. Deshalb können Mütter ihre Kinder auch bei extremer Frühgeburtlichkeit sowie bei Mehrlingsgeburten im Krankenhaus Bethanien sicher zur Welt bringen.

 

INFOBOX: Die Stillberaterinnen stehen auch telefonisch für Rückfragen zur Verfügung: 02841/200-2627, weitere Informationen gibt es auch online auf www.geburt-bethanien-moers.de.

Bildzeile: Das Team steht Müttern zum Thema „Stillen“ beratend zur Seite: Anja Weber, Patrycja Rogmann, Petra Hübbers, Dr. Peter Tönnies, Karina Vinokurow und Bianca Schmitz (v. l.).

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