Reisen und Erleben

Lufthansa Group erzielt bestes Ergebnis der Unternehmensgeschichte

Ergebnis 2017

  • Adjusted EBIT um etwa 70 Prozent auf rund 3 Mrd. Euro gesteigert
  • Adjusted EBIT-Marge steigt um 2,9 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent
  • Treiber des Ergebnisses sind die Airlines des Konzerns, inklusive Fracht
  • Umsatz steigt um 12,4 Prozent auf 35,6 Milliarden Euro
  • StĂŒckkosten erneut gesenkt
  • Dividendenvorschlag um 60 Prozent auf 0,80 Euro je Aktie erhöht

Prognose 2018

  • Stabile Entwicklung der StĂŒckerlöse erwartet
  • StĂŒckkosten sollen 2018 um 1 bis 2 Prozent weiter sinken
  • Höhere Treibstoffkosten von rund 700 Millionen Euro werden zu einem großen Teil durch eine bessere operative Performance kompensiert
  • Ergebnis fĂŒr das Gesamtjahr 2018 wird nur leicht unter dem Rekordergebnis aus dem Vorjahr prognostiziert

„Die Anstrengungen der vergangenen Jahre haben sich gelohnt. Unser Modernisierungskurs zeigt nachhaltig Wirkung. Wir haben das beste Ergebnis in der Geschichte unseres Unternehmens erzielt. Das Jahr 2017 war fĂŒr Kunden, Mitarbeiter und AktionĂ€re ein sehr gutes Jahr“, sagt Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG.  „Es ist uns gelungen, im vergangenen Jahr erneut die Kosten zu senken – und gleichzeitig als erste und einzige Airline in Europa mit einem fĂŒnften Stern ausgezeichnet zu werden. Wir senken die Kosten dort, wo es der Kunde nicht bemerkt und investieren gleichzeitig weiter in die QualitĂ€t.“

Der Umsatz der Lufthansa Group ist 2017 um 12,4 Prozent auf 35,6 Milliarden Euro gestiegen. Das Ergebnis ist mit einem Adjusted EBIT von 2,97 Milliarden Euro um 69,7 Prozent deutlich gestiegen. Die Adjusted EBIT-Marge liegt mit 8,4 Prozent um 2,9 Prozentpunkte ĂŒber der des Vorjahres. Das EBIT ist um ĂŒber eine Milliarde Euro auf 3,3 Milliarden Euro gestiegen. Im starken Anstieg des EBIT ist der positive Einmaleffekt des Tarifabschlusses mit der Vereinigung Cockpit fĂŒr die Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings enthalten. Der Effekt in Höhe von 582 Millionen Euro wurde im Dezember ergebniswirksam.

„Besonders erfreulich ist, dass wir die um Treibstoff und WĂ€hrungseffekte bereinigten StĂŒckkosten der Passagier-Airlines auch in diesem Jahr erneut senken konnten. Und das obwohl gestiegene passagierabhĂ€ngige Kosten aufgrund der besseren Auslastung, höhere variable VergĂŒtungen aufgrund der guten Ergebnisentwicklung sowie Kompensationskosten aufgrund der FlugausfĂ€lle bei Air Berlin uns in diesem Jahr zusĂ€tzlich belastet haben. Rechnet man diese Sondereffekte heraus, konnten wir die StĂŒckkosten um 1,8 Prozent reduzieren“, sagt Ulrik Svensson, Finanzvorstand der Deutschen Lufthansa AG.

Die Lufthansa Group hat im Jahr 2017 insgesamt rund drei Milliarden Euro investiert, rund ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor. Das liegt auch an Investitionen von rund 900 Millionen Euro fĂŒr Flugzeuge aus dem Air Berlin-Flugbetrieb. „Die höheren Investitionen spiegeln auch den grĂ¶ĂŸer gewordenen Konzern wider. Das VerhĂ€ltnis unserer Investitionen zum Umsatz bleibt aber auf dem Niveau der erfolgreichsten Airlines weltweit. Wichtig ist vor allem, dass Kapitalverzinsung weiter steigt. Der Return on Capital Employed (Adjusted ROCE) nach Steuern hat sich in 2017 um 4,6 Prozentpunkte auf 11,6 Prozent verbessert“, sagt Ulrik Svensson.

Trotz der gestiegenen Investitionen hat sich der Free Cashflow auf 2,3 Milliarden Euro in etwa verdoppelt. Die Nettokreditverschuldung ist um 6,8 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro gestiegen. Darin sind auch 1,7 Milliarden Euro Initialdotierung fĂŒr die Altersversorgung der Flugbegleiter im neuen Defined Contribution-Modell enthalten. Insgesamt sind die Pensionsverpflichtungen 2017 um 3,2 Milliarden Euro gesunken. Die Eigenkapitalquote ist um 5,9 Prozentpunkte auf 26,5 Prozent gestiegen.

„Auf der Basis des sehr guten Ergebnisses in diesem Jahr schlagen wir der Hauptversammlung eine Dividende von 80 Eurocent vor. Das entspricht einer Steigerung der AusschĂŒttungssumme von 60 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Auf diesem Niveau wollen wir die Dividende in den kommenden Jahren mindestens halten”, sagt Ulrik Svensson.

Netzwerk-Airlines
Die Netzwerk-Airlines Lufthansa, SWISS und Austrian Airlines haben ihr Ergebnis um fast 50 Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro gesteigert. Auf der Basis einer starken Nachfrage und eines positiven Preisumfeldes konnten die Netzwerk-Airlines ihre Marge um 2,6 Prozentpunkte auf annÀhernd zehn Prozent steigern.

Punkt-Zu-Punkt-Airlines 
Eurowings hat ihre um Treibstoff- und WĂ€hrungseffekte bereinigten StĂŒckkosten trotz erheblicher Aufwendungen aus der Übernahme von KapazitĂ€ten von Air Berlin um 6,5 Prozent gesenkt. Auf dieser Basis und einer starken Nachfrage konnte das Ergebnis um 200 Millionen Euro gesteigert werden. Trotz der hohen Belastungen durch Sondereffekte im Rahmen der Marktkonsolidierung konnten die Punkt-Zu-Punkt-Airlines ihre Marge in der Summe um 7,3 Prozentpunkte steigern und ein positives Ergebnis von rund 100 Millionen Euro erwirtschaften. Das inorganische Wachstum, das im Rahmen der Air Berlin-Insolvenz erfolgt ist, wird ab 2019 einen positiven Ergebnisbeitrag liefern.

Aviation Services
Die Aviation Services haben insgesamt ein sehr gutes Ergebnis erreicht, wobei die Entwicklung in den einzelnen GeschĂ€ftsfeldern sehr unterschiedlich war. Lufthansa Cargo konnte auf der Basis einer starken Nachfrage und reduzierter Kosten ihr Ergebnis um fast 300 Millionen Euro auf 242 Millionen Euro steigern. Lufthansa Technik hat mit 415 Millionen Euro ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielt. Vor dem Hintergrund des fortgesetzten Transformationsprozesses in Europa ist das Ergebnis der LSG Group um 38 Millionen Euro auf 66 Millionen Euro zurĂŒckgegangen.

Ausblick
Die um rund 700 Millionen Euro höheren Treibstoffkosten können zu einem großen Teil durch eine bessere operative Performance kompensiert werden, so dass fĂŒr 2018 insgesamt mit einem Ergebnis leicht unter Vorjahr gerechnet wird. Die organische KapazitĂ€t soll um insgesamt sieben Prozent wachsen, wobei sich die um WĂ€hrungseffekte bereinigten StĂŒckerlöse stabil entwickeln sollen. Die um WĂ€hrungs- und Treibstoffeffekte bereinigten StĂŒckkosten sollen um ein bis zwei Prozent weiter sinken.

„Wir werden unseren Modernisierungskurs konsequent fortsetzen. Dabei verbleibt unser Fokus unverĂ€ndert auf einer Senkung der Kosten und einer gleichzeitigen Steigerung der QualitĂ€t. Nur so können wir unsere ProfitabilitĂ€t dauerhaft steigern. Aus einer Position der StĂ€rke werden wir die Konsolidierung in Europa weiter vorantreiben“, sagt Carsten Spohr.

Lufthansa Konzern  Januar – Dezember4. Quartal
20172016Δ20172016Δ
UmsatzerlöseMio. EUR35.57931.66012,4%8.8187.79013,2%
davon VerkehrserlöseMio. EUR28.39924.66115,2%7.0395.98717,6%
EBITMio. EUR3.3102.27545,5%875-55 
Adjusted EBIT1)Mio. EUR2.9731.75269,7%41375450,7%
Adjusted EBIT-Margein %8,45,52,9P.P.4,71,03,7P.P.
Adjusted ROCE (nach Steuern)in %11,67,04,6P.P.   
KonzernergebnisMio. EUR2.3641.77633,1%511-75 
InvestitionenMio. EUR3.0052.23634,4%1.20360299,8%
Operativer CashflowMio. EUR5.0353.24655,1%576192200,0%
Mitarbeiter zum 31.12. 129.424124.3065.118   
Ergebnis pro AktieEUR5,033,8132,0%1,09-0,16 

Der GeschĂ€ftsbericht fĂŒr das Jahr 2017 wird zeitgleich mit dieser Pressemitteilung am 15. MĂ€rz 2018 um 7.30 Uhr MEZ unter www.lufthansagroup.com/investor-relations veröffentlicht. Die Jahrespressekonferenz wird ab 11.00 Uhr MEZ live im Internet ĂŒbertragen, unter: www.lufthansagroup.com.

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