Gesundheit

Krankenhaus Bethanien Moers: „Unser Anspruch ist es, eine hohe Qualität der operativen Intensivmedizin sicherzustellen.“

Krankenhaus Bethanien Moers: „Unser Anspruch ist es, eine hohe Qualität der operativen Intensivmedizin sicherzustellen.“

Im Gespräch mit Chefarzt Dr. Sebastian Daehnke

In der Klinik für Anästhesiologie & Operative Intensivmedizin des Krankenhauses Bethanien Moers profitieren Patient:innen nicht nur von einer breitgefächerten Expertise des Teams, sondern auch von Medizin, die internationale Qualitätsstandards erfüllt. Chefarzt Dr. Sebastian Daehnke setzt sich seit vielen Jahren für die notwendige Qualität in der operativen Intensivmedizin und die Förderung des Nachwuchses ein – am Moerser Krankenhaus selbst und darüber hinaus.

Förderung der nächsten Generation
„Die Exzellenz, die wir in bestimmten Bereichen haben, hebt uns positiv ab. Sie drückt sich zum einen in unserer Arbeit, die wir jeden Tag leisten, aus. Zum anderen wird sie uns ebenso von extern widergespiegelt. Zum Beispiel dann, wenn Patientinnen und Patienten oder Angehörige zufrieden mit ihrem Aufenthalt bei uns waren“, erklärt der seit 2017 in Moers tätige Chefarzt. „Wir bieten unseren Patientinnen und Patienten eine Versorgung auf höchstem Niveau.“ Er selbst hat einen großen Erfahrungsschatz in den Fachbereichen Anästhesiologie und Intensivmedizin – und gibt diesen ebenso an die nächste Generation von Intensivmediziner:innen weiter. „Das ist nicht nur der Anspruch an mich und meine Arbeit, sondern auch an die neuen Kolleginnen und Kollegen, die nachrücken“, erklärt er seine Beweggründe. 

Der erfahrene Mediziner verfügt über diverse nationale und internationale Diplome, wie etwa das European Diploma in Intensive Care Medicine (EDIC) – ein internationales Diplom im Bereich der Intensivmedizin, und ist Diplomate of the European Society of Anesthesiology (DESA). Er ist außerdem Prüfer für diverse Fachgesellschaften; so zum Beispiel für die Ärztekammer Nordrhein. Hier ist er seit März 2020 mehrmals jährlich als Fachprüfer für die Bereiche Anästhesiologie und Intensivmedizin im Einsatz. Bereits im Juni 2017 wurde Dr. Daehnke als Prüfer für das zuvor genannte European Diploma in Intensive Care (EDIC) der European Society of Intensive Care Medicine (ESICM) im EDIC Center Germany berufen. „Mit einer Durchfallquote von rund 60 % handelt es sich beim sogenannten EDIC um eines der schwersten Examen weltweit, das abgenommen wird. Es ist intensiv in der Vorbereitung, die gut und gerne ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen kann“, erklärt der Moerser Chefarzt. Das Examen gliedere sich in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil und werde in acht Prüfungszentren in Europa durchgeführt, unter anderem in Stuttgart. Um als Prüfer für die zweimal jährlich stattfindenden Examen zu fungieren, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein: Neben einer Mitgliedschaft bei der ESICM und einem erfolgreich abgeschlossene EDIC, gehört hierzu eine weitreichende Berufserfahrung und damit Expertise. „Die EDIC-Prüfung steht für Exzellenz in der Intensivmedizin und verkörpert die höchsten Standards. Die Kandidatinnen und Kandidaten sowie die Prüferinnen und Prüfer kommen dazu aus aller Welt zusammen. Es macht Spaß über den Tellerrand zu schauen durch die Internationalität“, unterstreicht Daehnke. „Unser gemeinsamer Antrieb ist es, die nächste Generation von Intensivmedizinerinnen und -medizinerin zu betreuen und zu stärken, für die bestmögliche Ausbildung in dieser anspruchsvollen Fachdisziplin.“

Weitreichende Expertise
Darüber hinaus ist Dr. Daehnke für die Ärztekammer Nordrhein als Prüfer im sogenannten Peer-Review-Verfahren aktiv. Hierbei handelt es sich um ein unabhängiges, externes Qualitätssicherungsverfahren, das eine Verbesserung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität in der Intensivmedizin zum Ziel hat. Externe Prüfer:innen besuchen dazu Intensivstationen verschiedener Gesundheitseinrichtungen und werfen einen Blick auf Arbeitsabläufe, Verfahrensanweisungen und mehr. „Das Ganze findet selbstverständlich auf Augenhöhe statt und beruht auf Vertraulichkeit. Es führt Kolleginnen und Kollegen auf ärztlicher und pflegerischer Ebene zusammen und trägt durch einen strukturierten fachlichen Austausch dazu bei, die Qualität der jeweiligen Einrichtungen und damit vor allem die Patientenversorgung zu verbessern. Außerdem geht es darum, Potenziale in Bezug auf mögliche qualitätsverbessernde Maßnahmen transparent zu machen. Und natürlich nimmt man selbst immer Impulse mit und lernt weiter dazu“, fasst Dr. Daehnke zusammen.

Bildzeile:
Dr. Sebastian Daehnke, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie & Operative Intensivmedizin des Krankenhauses Bethanien Moers, setzt sich unter anderem für die qualitativ hochwertige Ausbildung der nächsten Generation von Intensivmediziner:innen ein.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"