
Das Zentrum Assistive Technologien (ZAT) Rhein-Ruhr der Hochschule Rhein-Waal und die Stadt Moers unterzeichnen eine Absichtserklärung zur strategischen Zusammenarbeit
Das Zentrum Assistive Technologien (ZAT) Rhein-Ruhr der Hochschule Rhein-Waal und die Stadt Moers unterzeichnen eine Absichtserklärung zur strategischen Zusammenarbeit
Roboter, smarte Sensoren und digitale Helfer, die den Alltag in Pflegeeinrichtungen erleichtern und Patient*innen Sicherheit geben. Die Stadt Moers will an ihrem Innovationscampus Zentrum für digitale Pflegeinnovationen werden. Ende Februar unterzeichneten Bürgermeisterin Julia Zupancic und Hochschulpräsident Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen eine Absichtserklärung zur strategischen Zusammenarbeit (Letter of Intent). Mit dieser Kooperation soll die Entwicklung digitaler Assistenzsysteme für Gesundheit und Pflege in der Region Niederrhein vorangetrieben werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Zentrum Assistive Technologien (ZAT) Rhein-Ruhr an der Hochschule Rhein-Waal (HSRW).
Um innovative Lösungen für den Gesundheits- und Pflegesektor zu entwickeln und zu erproben, bringt der Innovationscampus Moers Hochschule, Stadt und regionale Unternehmen zusammen. „Damit stärken wir den Standort Moers und schaffen neue Perspektiven für Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger“, betont Bürgermeisterin Julia Zupancic. Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen, Präsident der Hochschule Rhein-Waal, ergänzt: „Diese Kooperation zeigt, wie Forschung und Praxis gemeinsam Innovationen gestalten können. Digitale Assistenzsysteme werden die Pflege in der Region nachhaltig unterstützen.“ An der HSRW hat vor allem Prof. Dr. Christian Ressel, Leiter des ZAT, die Kooperation vorangetrieben. Er betont den Nutzen für Betroffene: „Bei aller Technologie geht es am Ende immer um die Menschen. Digitale Assistenzsysteme können Pflegekräfte entlasten und gleichzeitig dazu beitragen, dass Pflegebedürftige länger selbstständig bleiben und mehr Sicherheit im Alltag haben. Gerade angesichts des Fachkräftemangels werden solche Lösungen künftig entscheidend sein, um Pflege in guter Qualität zu ermöglichen.“
Die Partnerschaft bündelt wissenschaftliche Expertise, technisches Know-how und kommunale Unterstützung. Das ZAT bringt Forschung und ein starkes Netzwerk aus Wissenschaft und Technik ein, während die Stadt Moers Infrastruktur und strategische Sichtbarkeit bereitstellt. Gemeinsam werden konkrete Pilot- und Transferprojekte zur Erprobung digitaler Assistenzsysteme initiiert, regionale Unternehmen, Pflegeeinrichtungen und Akteure der Gesundheitswirtschaft aktiv eingebunden. Es entstehen Veranstaltungen, Workshops und Netzwerkformate für den Austausch von Wissen und Praxis. Gleichzeitig soll der Standort Moers als Innovationszentrum für Gesundheit und Pflege klar sichtbar werden.
Hintergrundinformationen
Das Zentrum Assistive Technologien (ZAT) Rhein-Ruhr, eine Kooperation der Hochschule Rhein-Waal, der Hochschule Niederrhein, der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Universität Duisburg-Essen, fördert die partizipative Forschung, Entwicklung und den Praxistransfer von digitalen kognitiven Assistenzsystemen. Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in diesem zukunftsweisenden Forschungsfeld, wodurch die beteiligten Hochschulen und Universitäten gemeinsam ein Forschungsprofil entwickeln, das über die Region hinausstrahlt. Das ZAT dient als regionale Anlaufstelle und Austauschplattform für Forschende, Entwickler*innen, Hersteller, Anbieter sowie weitere Organisationen und Betroffene im Umfeld von Menschen mit Assistenzbedarf.
Das Zentrum Assistive Technologien (ZAT) Rhein-Ruhr wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Bildnachweis
Bürgermeisterin Julia Zupancic, Prof. Dr. Oliver Locker-Grütjen (Präsident der HSRW) und Prof. Dr.-Ing. Christian Ressel (Projektleitung ZAT an der HSRW) unterzeichnen die gemeinsame Absichtserklärung zur strategischen Zusammenarbeit (Foto: Wirtschaftsförderung der Stadt Moers)
Ansprechpartner*in
Birgit Mosler, Innovations- und Netzwerkmanagerin im Projekt ZAT, Fakultät Kommunikation und Umwelt, Campus Kamp-Lintfort, Hochschule Rhein-Waal
E-Mail: birgit.mosler@hochschule-rhein-waal.de
Hochschule Rhein-Waal
Die Hochschule Rhein-Waal wurde 2009 gegründet und steht mit ihrem Konzept für eine innovative, interdisziplinäre und internationale Ausbildung junger Menschen. An den Standorten Kleve und Kamp-Lintfort bietet die Hochschule insgesamt 25 Bachelor- und elf Master-Studiengänge an vier Fakultäten – „Technologie und Bionik“, „Life Sciences“, „Gesellschaft und Ökonomie“ und „Kommunikation und Umwelt“ – an. Die Studieninhalte an der Hochschule Rhein-Waal sind wissenschaftlich, anwendungsorientiert und international ausgerichtet. Sie zeichnen sich durch eine hohe Qualität und Praxisnähe in Lehre und Forschung aus. Etwa 75 Prozent der Studiengänge werden in englischer Sprache gelehrt und inzwischen lernen knapp 6.250 Studierende aus mehr als 120 Nationen gemeinsam in einem Umfeld, das viele gezielt wegen der kulturellen Vielfalt und Internationalität gewählt haben. Dadurch werden den Studierenden ein interkultureller Austausch sowie eine optimale Vorbereitung auf den nationalen und internationalen Arbeitsmarkt eröffnet.
