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Warnung im Kreis Wesel: Falsche Polizisten wieder verstärkt aktiv

Warnung im Kreis Wesel: Falsche Polizisten wieder verstärkt aktiv

Wesel | In den vergangenen Tagen verzeichnete die Kreispolizeibehörde Wesel eine erneute Welle von Betrugsversuchen durch falsche Polizeibeamte. Während viele Bürger besonnen reagierten, kam es in mindestens einem Fall zu einem herben Verlust.

Obwohl die meisten Angerufenen die Masche rechtzeitig durchschauten, gelang es einer Gruppe von drei Tätern in Wesel, eine 94-jährige Frau zu täuschen. Die Betrüger verschafften sich Zutritt zu ihrer Wohnung und entwendeten Bargeld.

Die Strategie der Täter

Die Kriminellen gehen meist nach demselben Muster vor:

  • Zielgruppe: Vorwiegend lebensältere Menschen.
  • Kontaktaufnahme: Telefonischer Erstkontakt als angebliche Amtspersonen.
  • Druckmittel: Erfinden emotional belastender Geschichten, um die Opfer zur Herausgabe von Bargeld, Schmuck oder Münzen zu bewegen.
  • Übergabe: Die Wertsachen werden entweder direkt an der Haustür oder an einem vereinbarten Ort an Unbekannte übergeben.

Wichtige Präventionstipps der Polizei

Um sich und Ihre Angehörigen zu schützen, rät die Polizei zu folgenden Verhaltensregeln:

  1. Misstrauen bei Forderungen: Seien Sie sofort skeptisch, wenn Fremde am Telefon nach Geld, Gold oder Schmuck fragen.
  2. Keine Barzahlungen an Behörden: Deutsche Behörden fordern niemals am Telefon die Übergabe von hohen Bargeldsummen.
  3. Einfach auflegen: Beenden Sie das Gespräch sofort, sobald Geldforderungen gestellt werden – egal, wie dringlich die Situation scheint.
  4. Gegenprüfung: Rufen Sie Ihre Verwandten unter der Ihnen bekannten Nummer zurück, um die Geschichte zu verifizieren.
  5. Diskretion: Geben Sie niemals persönliche Daten oder Bankverbindungen am Telefon preis.
  6. Notruf wählen: Wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt, wählen Sie sofort die 110.

Appell an die Jüngeren: Die Polizei bittet Kinder und Enkelkinder eindringlich, das Gespräch mit älteren Verwandten und Nachbarn zu suchen und sie über diese Betrugsmaschen aufzuklären.

Sollten Sie bereits Opfer geworden sein, zögern Sie nicht und erstatten Sie umgehend Anzeige bei Ihrer zuständigen Polizeidienststelle.

Beitragsfoto: KI-generiertes Symbolbild

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