
Technologie trifft Markt: Die Next Generation der Innovationen für den Handel auf der EuroShop
Technologie trifft Markt: Die Next Generation der Innovationen für den Handel auf der EuroShop
Start-ups & Young Innovators zeigen Zukunftslösungen für den Handel auf der EuroShop 2026/Credit: Messe Düsseldorf / C. Tillmann
Von KI-gestützter Planung über datenbasierte Customer Journey-Analysen bis hin zu neuen POS-Erlebnissen und wirtschaftlicher Steuerung: Start-ups und Young Innovators machen auf der EuroShop 2026 erlebbar, wie aus technologischen Ansätzen marktfähige Lösungen für den Handel werden.
Wenn sich vom 22. bis 26. Februar 2026 das internationale Who is Who der Handelswelt zur EuroShop in Düsseldorf trifft, stehen neben etablierten Marktführern auch ambitionierte Innovationsanbieter im Fokus. Im Start-up Hub sowie auf der neuen Sonderfläche Young Innovators by BMWE präsentieren sie Lösungen für zentrale Herausforderungen des Handels – praxisnah, skalierbar und mit klarem Nutzen für Unternehmen und Kundschaft.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Technologie als Selbstzweck, sondern ihre konkrete Wirkung im operativen Alltag: Wie lassen sich bessere Entscheidungen treffen? Wie können Prozesse effizienter gestaltet werden? Wie entstehen differenzierende Einkaufserlebnisse in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld?
Start-up Hub: Wo Innovation in die Praxis geht
Der Start-up Hub in Halle 7 ist in der Dimension Retail Technology angesiedelt – einem der dynamischsten Technologiefelder der EuroShop. Hier bündelt sich das gesamte Spektrum aktueller Lösungen aus den Bereichen Payment, Analytics, Smart Stores, künstliche Intelligenz, Kommunikationstechnologien, POS-Lösungen sowie datenbasierter Einkaufs- und Margensteuerung.
KI wird dabei zum Entscheidungsinstrument in Echtzeit – etwa bei der Validierung von Self-Scanning-Prozessen, bei der dynamischen Preissteuerung, bei der Analyse realer Customer Journeys oder bei der Planung von Frische- und Convenience-Sortimenten unter Einbezug externer Einflussfaktoren. Zugleich entstehen neue Ansätze für Kundeninteraktion, Instore-Navigation und personalisierte Ansprache entlang der gesamten Customer Journey, die den stationären Handel datengetriebener und individueller machen.
Young Innovators by BMWE: Made in Germany, marktfähig gedacht
Erstmals ist mit den Young Innovators by BMWE ein geförderter Gemeinschaftsstand auf der EuroShop vertreten. Das Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt gezielt junge, innovative Unternehmen mit Sitz in Deutschland bei ihrer Teilnahme an internationalen Leitmessen.
Die präsentierten Lösungen reichen von KI-gestützter Produktions- und Absatzplanung über datenbasierte Kundenidentifikation und Einkaufssteuerung bis zur vollständigen Digitalisierung von Kassen- und Loyalty-Prozessen. Sie verdeutlichen, wie stark sich das deutsche Start-up-Ökosystem auf marktfähige, praxisorientierte Anwendungen konzentriert – und wie schnell Innovationen den Weg in reale Handelsstrukturen finden.
„Innovation entsteht dort, wo Mut auf Markt trifft. Die Start-ups und Young Innovators bringen genau diesen Spirit auf die EuroShop – mit Ideen, die Prozesse verändern, Kundenerlebnisse neu denken und dem Handel frische Impulse geben. Unsere Messe ist die Plattform, auf der aus visionären Konzepten konkrete Geschäftschancen werden“, sagt Elke Moebius, Director EuroShop.
Technologie, die wirkt: Effizienz trifft Erlebnis
Was die jungen Unternehmen verbindet, ist ein klarer Fokus auf messbaren Mehrwert. Daten werden zur Grundlage fundierter Entscheidungen – von der präzisen Analyse realer Kundenbewegungen bis hin zur datenbasierten Einkaufs- und Margensteuerung. KI unterstützt im Tagesgeschäft, digitale Anwendungen entlasten Mitarbeitende und stärken die Kundenbindung. Gleichzeitig entstehen neue Formen der Produktinszenierung, personalisierte Interaktionsmodelle und flexible Serviceangebote, die das Einkaufserlebnis emotional aufladen.
So zeigt sich im Start-up Hub und bei den Young Innovators, dass der Handel Technologie nicht isoliert denkt, sondern als integralen Bestandteil von Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Erlebnisqualität begreift.
Black Stage: Die Bühne der Next Generation
Ein besonderes Highlight innerhalb des Start-up Hubs ist die Black Stage (Halle 7 / Stand B02). Hier erhalten junge Retail-Tech-Unternehmen, Start-ups und Scale-ups eine eigene Bühne, um ihre Ideen, Produkte und Geschäftsmodelle für den Handel von morgen einem internationalen Fachpublikum vorzustellen. Zum Programm der Black Stage.
Ausgewählte Start-ups und Young Innovators im Überblick
AIPERIA – Halle 7 / C01-23 (Start-up Hub)
Frischeprodukte und Bake-off-Sortimente sind margenstark – aber extrem schwer planbar. Schwankende Nachfrage, kurze Haltbarkeit und täglicher Entscheidungsdruck führen schnell zu Abschriften oder Out-of-Stock-Situationen. AIPERIA setzt auf ein lernendes, datengetriebenes System, das Verkaufszahlen, IoT-Daten sowie externe Einflussfaktoren wie Wetter oder Events integriert und Prognosen im Tagesverlauf aktualisiert. So sollen Verfügbarkeit erhöht und Überproduktion reduziert werden – ein klarer Hebel für Effizienz und Nachhaltigkeit im Lebensmitteleinzelhandel.
Avassa – Halle 7 / C01-16 (Start-up Hub)
Mit wachsender Digitalisierung im Store steigt auch die Komplexität der IT-Infrastruktur. Avassa adressiert das Management von Anwendungen und KI-Workloads direkt am Point of Sale, insbesondere in Umgebungen mit eingeschränkter Konnektivität. Die Plattform ermöglicht Remote- und automatisiertes Application Management und macht Edge Computing-Strukturen kontrollierbar und skalierbar – für Retailer und Quick-Service-Restaurants mit vielen Standorten.
Aviva b.v. – Halle 7 / C01-24 (Start-up Hub)
Erlebnisflächen im Handel sind oft teuer und aufwendig umzusetzen. Aviva bietet ein modulares Bausystem für Schränke und Wände, das sich flexibel konfigurieren und an individuelle Anforderungen anpassen lässt. So können Entertainment- und Inszenierungskonzepte effizient realisiert werden – insbesondere für Ladenbauer und Architekten, die kreative Retail-Umgebungen gestalten.
counttrack GmbH – Halle 7 / C01-13 (Start-up Hub)
counttrack analysiert mithilfe privacy-sicherer 3D-Sensorik und KI-basierter Re-Identifikation reale Kundenbewegungen im Store. Durch automatische Mitarbeiterausblendung entstehen saubere, ausschließlich kundenbasierte Journey-Daten. Der „counttrack AI Retail Analyst“ interpretiert diese Muster und liefert operative Handlungsempfehlungen statt statischer Dashboards – für datenbasierte Steuerung von Flächen, Personal und Performance.
EMENOTECH CO., LIMITED – Halle 7 / C01-18 (Start-up Hub)
Warenschwund bleibt ein zentrales Thema im Handel. EMENOTECH entwickelt Sicherheits- und Eingangslösungen für Stores und Supermärkte, die Diebstahlprävention unterstützen und den Zutritt kontrollieren. Ziel ist es, Handelsflächen zuverlässig abzusichern und operative Risiken zu minimieren.
Freshflow – Halle 7 / B04-07 (Young Innovators by BMWE)
Freshflow bietet eine KI-Lösung speziell für die komplexe Disposition von frischem Obst und Gemüse an. Statt starrer Forecasts verarbeitet das System über 150 Signale, von Nachfrage und Wetter bis hin zu Beständen und Qualität, und liefert daraus konkrete Bestellempfehlungen. Als Entscheidungs-Copilot unterstützt die Lösung Marktmitarbeitende dabei, die richtige Menge zu bestellen – nicht zu viel, nicht zu wenig. So werden Abschriften reduziert, die Warenverfügbarkeit gesichert und Teams im Tagesgeschäft spürbar entlastet, insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels.
Isarsoft GmbH – Halle 7 / B04-04 (Young Innovators by BMWE)
Während viele Systeme lediglich Besucherzahlen erfassen, analysiert Isarsoft das tatsächliche Kundenverhalten im Store. Die Video-Analytics-Lösung liefert Einblicke in Produktinteraktionen, Gesprächssituationen oder demografische Strukturen – ohne neue Hardware installieren zu müssen. So entsteht aus reiner Frequenzmessung ein differenziertes Performance-Instrument für Händler unterschiedlichster Größe.
Kerpak – Halle 7 / C01-17 (Start-up Hub)
Kerpak entwickelt eine KI-gestützte Computer Vision-Lösung für autonome, unbemannte Verkaufsstellen. Die Technologie ermöglicht Retailern, CPG-Marken und Gastronomieanbietern profitable Off-Premise-Point-of-Sale-Konzepte ohne Personal – mit präziser, reibungsloser Artikelerkennung und Abrechnung unter realen Bedingungen.
Durch lokale Edge-Verarbeitung bleibt die Lösung datenschutzkonform und unabhängig von stabilen Breitbandverbindungen. Da sich bestehende Kühl- und Gefriersysteme einfach nachrüsten lassen, können Händler schnell 24/7-Kiosk-Netzwerke aufbauen – etwa zur Vermarktung von Produkten kurz vor Ablaufdatum und zur gezielten Reduzierung von Food Waste.
KlaRVerwaltung GmbH (TAXOPOS) – Halle 7 / B04-01 (Young Innovators by BMWE)
Komplexe gesetzliche Anforderungen binden im Handel oft erhebliche Ressourcen. Mit der Kassensoftware TAXOPOS digitalisiert KlaRVerwaltung den gesamten Kassenprozess und unterstützt Unternehmen bei der rechtskonformen Umsetzung regulatorischer Vorgaben. Ziel ist es, Compliance strukturiert und effizient in den Arbeitsalltag zu integrieren.
LEVITA – Halle 7 / C01-12 (Start-up Hub)
In stark frequentierten Handelsumgebungen entscheidet Sichtbarkeit über Aufmerksamkeit. LEVITA nutzt eine patentierte Levitation-Technologie, um Produkte scheinbar schwebend zu inszenieren. Die visuelle Wirkung schafft einen aufmerksamkeitsstarken Markenmoment – insbesondere im Premium- und Luxussegment.
Live Vendor – Halle 7 / C01-05 (Start-up Hub)
Beratungsintensive Produkte und komplexe Dienstleistungen – etwa in Branchen wie Automotive, Consumer Electronics, Möbel, Luxus oder Finanz- und Telekommunikationsservices – verkaufen sich selten allein über Produktinformationen. Live Vendor verbindet Webseitenbesucher in Echtzeit mit Produktexperten und macht das Verkaufsgespräch zu einem aktiv steuerbaren Bestandteil der Customer Journey. So wird aus anonymem Traffic eine direkte Interaktion mit messbarem Einfluss auf Conversion und Entscheidungsqualität.
Machyna, Inc. – Halle 7 / C01-15 (Start-up Hub)
Mit dem weltweit ersten „SmartBasket“ verwandelt Machyna den klassischen Einkaufskorb in einen digitalen Touchpoint am Beginn der In-Store-Journey. Die Lösung nutzt In-Store-Daten, um Kundinnen und Kunden frühzeitig mit Predictive Cross-Sales, gezielter AdTech-Ansprache und gamifizierten Loyalty-Incentives zu aktivieren. So wird aus dem Einkaufskorb ein interaktives Steuerungsinstrument für Engagement und Warenkorbwert – insbesondere für mittelgroße Lebensmittelhändler, Convenience Stores und Apotheken, die ihr Kundenerlebnis datenbasiert weiterentwickeln möchten.
ORPHÉ – Halle 7 / C01-03 (Start-up Hub)
Musik ist Teil der Markenidentität – kann jedoch zum Kostenfaktor werden. ORPHÉ bietet GEMA-freie Hintergrundmusik über eine Streaming-Plattform mit individuell kuratierbaren Playlisten. Händler gestalten ihre akustische Markenwelt flexibel und behalten gleichzeitig die Kosten im Blick.
Pinpoint GmbH – Hall 7 / C01-19 (Start-up Hub)
Wenn Kundinnen und Kunden ein Produkt nicht finden, ist der Kauf häufig verloren. Pinpoint ermöglicht präzise Indoor-Navigation auf Basis von UWB-Technologie und führt Besucher gezielt zum gewünschten Artikel. Das steigert Orientierung, Zufriedenheit und potenziell den Warenkorbwert.
refive GmbH – Hall 7 / B04-10 (Young Innovators by BMWE)
refive gibt stationären Händlern die Kundentransparenz zurück, die der Onlinehandel seit Jahren nutzt. Die Plattform identifiziert und aktiviert Kundinnen und Kunden entlang der gesamten In-Store-Journey – vom Eingang über die Fläche bis zum Checkout und darüber hinaus. Über digitale Touchpoints entstehen Kundenprofile ohne App-Download, ohne Formulare und ohne zusätzliche Hardware. Mit jeder Interaktion wird aus anonymem Traffic ein identifizierter, loyaler Kunde. Gleichzeitig lassen sich die gewonnenen Daten direkt in bestehende CRM-, CDP- und Loyalty-Systeme integrieren – für personalisierte Ansprache vor, während und nach dem Einkauf.
RetailStrategy LLC (Pricerium.ai) – Halle 7 / C01-11 (Start-up Hub)
Traditionelle Preisstrategien stoßen in dynamischen Märkten an Grenzen. Pricerium.ai setzt auf ein agentenbasiertes KI-Modell mit spezialisierten Pricing-Agenten, das Markt-, Wettbewerbs- und Geschäftsdaten integriert. So sollen Preise strategisch getestet und datenbasiert optimiert werden.
revotail GmbH – Halle 7 / B04-09 (Young Innovators by BMWE)
revotail verbindet Einkaufsdaten, Konditionen und operative Performance in einem integrierten Steuerungsbild. So wird sichtbar, welche wirtschaftliche Wirkung Einkaufsentscheidungen tatsächlich entfalten – und wo Margen durch fehlende Transparenz verloren gehen. Durch die direkte Verknüpfung von Vertragslogik und Tagesgeschäft entstehen klare Prioritäten und belastbare Entscheidungsgrundlagen – insbesondere für mittelgroße und große Filialisten mit komplexen Konditionenstrukturen.
Spreat – Halle 7 / B04-05 (Young Innovators by BMWE)
Spreat überträgt das Marktplatzprinzip in den stationären Handel. Händler können neue Produkte ohne Kapitalbindung anbieten, während Hersteller direkten Zugang zur Verkaufsfläche erhalten. Der Store agiert als stationärer Marktplatz und verdient per Provision – neue Sortimente bei reduziertem Risiko.
Supersmart – Hall 7 / C01-06 (Start-up Hub)
Supersmart validiert Self-Scanning-Transaktionen KI-gestützt in Echtzeit und unterstützt Retailer dabei, Verluste im Self-Scanning-Prozess zu reduzieren, ohne den Bezahlprozess auszubremsen. So werden autonome Store-Konzepte sicherer und skalierbarer.
The Shoring Company GmbH – Halle 7 / B04-08 (Young Innovators by BMWE)
Individuelle Loyalty-Apps sind häufig teuer und zeitintensiv in der Entwicklung. The Shoring Company setzt auf eine modulare, anpassbare Plattform für Retail-Loyalty-Apps, mit der Händler Kundenbindung und Marketing-Funktionen schneller umsetzen können.
Tut Tut – Halle 7 / C01-21 (Start-up Hub)
Flexible Last-Mile-Logistik wird zunehmend zum Wettbewerbsfaktor. Tut Tut verbindet Lieferanfragen mit einer Community von Alltagsfahrern und schafft so flexible, kosteneffiziente Zustelloptionen – besonders relevant für Händler mit Click & Collect oder Home Delivery.
vaibe – Halle 7 / C01-04 (Start-up Hub)
Strategien scheitern häufig an der Umsetzung auf der Fläche. vaibe übersetzt KPIs in gamifizierte Anreize für Mitarbeitende und will so operative Performance messbar stärken. Zusätzlich können Softwareanbieter Gamification-Funktionen in ihre Systeme integrieren.
Alle Informationen zur EuroShop 2026 und zu den Sonderflächen unter: www.euroshop.de




