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Porsche AG treibt strategische Neuausrichtung voran

30.07.2025-Die Porsche AG treibt im zweiten Halbjahr 2025 angesichts eines global herausfordernden Umfelds ihre strategische Neuausrichtung entschlossen voran.

In den ersten sechs Monaten erzielte der Sportwagenhersteller einen Konzernumsatz von 18,16 Milliarden Euro (Vorjahr: 19,46 Milliarden Euro). Das Operative Konzernergebnis lag bei 1,01 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,06 Milliarden Euro). Die Operative Konzernumsatzrendite betrug 5,5 Prozent (Vorjahr: 15,7 Prozent).

Kennzahlen, H1, 2025, Porsche AG

Der GeschĂ€ftsverlauf war von den anhaltenden makroökonomischen und geopolitischen Herausforderungen beeinflusst. „Wir haben es weltweit weiterhin mit erheblichen Herausforderungen zu tun. Es ist kein Unwetter, das vorĂŒberzieht. Die Welt verĂ€ndert sich massiv – und vor allem anders als noch vor einigen Jahren erwartet. Einzelne strategische Entscheidungen von damals erscheinen heute in einem anderen Licht. Deshalb entwickeln wir Porsche grundlegend weiter“, sagt Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. „Unsere komplett erneuerte Produktpalette kommt bei unseren Kunden sehr gut an. Wir gehen davon aus, dass wir ab 2026 wieder ein positives wirtschaftliches Momentum sehen werden.”

FĂŒr Porsche prĂ€gen laut Oliver Blume vor allem drei Faktoren die aktuelle Situation: „In China ist die Nachfrage im Premium- und Luxussegment extrem zurĂŒckgegangen. In den USA belasten zusĂ€tzlich Importzölle das Porsche GeschĂ€ft erheblich. Perspektivisch könnte auch die Dollar-Entwicklung einen Einfluss haben. Zudem verlĂ€uft die Transformation zur ElektromobilitĂ€t insgesamt langsamer als erwartet, mit Konsequenzen im Zulieferernetz.“ Aufgrund dieser Rahmenbedingungen treibt das Porsche-Management die umfangreichen Maßnahmen zur Reskalierung und Rekalibrierung des Unternehmens entschlossen voran. Im ersten Halbjahr 2025 betrugen die Sonderaufwendungen fĂŒr die Neuausrichtung des Unternehmens etwa 200 Millionen Euro und fĂŒr die BatterieaktivitĂ€ten etwa 500 Millionen Euro. ZusĂ€tzlich etwa 400 Millionen Euro Belastung entstanden durch die US-Importzölle, weil Porsche seinen Kunden einen Preisschutz geboten hat.

Zweites Maßnahmenpaket wird mit Arbeitnehmervertretung verhandelt

„Ziel unserer strategischen Neuausrichtung ist es, unsere RentabilitĂ€t und WiderstandsfĂ€higkeit zu stĂ€rken”, sagt Dr. Jochen Breckner, Vorstand fĂŒr Finanzen und IT. Im zweiten Halbjahr nimmt Porsche wie angekĂŒndigt Verhandlungen mit der Arbeitnehmervertretung ĂŒber ein zweites Maßnahmenpaket auf. „Um Porsche zukunftsfest zu machen, werden wir ĂŒber weitreichende AnsĂ€tze sprechen“, berichtet Jochen Breckner. „Diese Maßnahmen sollen sich in den kommenden Jahren positiv auf die ErtrĂ€ge und den Cashflow auswirken.“

Der Netto-Cashflow Automobile betrug 394 Millionen Euro (Vorjahr: 1,12 Milliarden Euro). Die Netto-Cashflow-Marge Automobile lag bei 2,4 Prozent (Vorjahr: 6,3 Prozent). Im ersten Halbjahr lieferte Porsche weltweit 146.391 Fahrzeuge an seine Kunden aus. Davon waren 36,1 Prozent elektrifiziert. Diese unterteilen sich in 23,5 Prozent vollelektrische Fahrzeuge und 12,6 Prozent Plug-in-Hybride. In Europa lag die Quote der elektrifizierten Fahrzeuge bei rund 57 Prozent. Damit wurde das zum Börsengang ausgegebene Ziel ĂŒbertroffen. Bestseller-Modell war der Macan mit weltweit 45.137 Auslieferungen. In Nordamerika sowie in den Übersee- und WachstumsmĂ€rkten verzeichnete Porsche jeweils einen Auslieferungsrekord.

„Wir werden auch kĂŒnftig in enger Abstimmung mit unseren Vertriebsregionen Nachfrage und Angebot gemĂ€ĂŸ unserer Strategie ‘value over volume’ aussteuern. Basis dafĂŒr ist unser hochattraktives Produktangebot und die StĂ€rke unserer Marke”, berichtet Finanzvorstand Jochen Breckner. „Zudem sehen wir positive Impulse aus unseren Individualisierungs-Angeboten.“

PlanmĂ€ĂŸiger Hochlauf der Batteriezellen-Produktion bei V4Smart

Wenige Monate nach der GrĂŒndung der V4Smart GmbH hat das Tochterunternehmen der Porsche AG seinen ersten Meilenstein erreicht: Die zweite Produktionslinie in Nördlingen (Bayern) ist inzwischen planmĂ€ĂŸig hochgefahren. Sie ist neben der Linie in Ellwangen derzeit die einzige ProduktionsstĂ€tte in Europa fĂŒr Hochleistungs-Lithium-Ionen-Rundzellen.

Auch beim Thema QualitĂ€t war Porsche erfolgreich: In der kĂŒrzlich veröffentlichten J.D. Power APEAL-Studie in den USA belegt Porsche den ersten Platz unter allen Herstellern in der Kundenwahrnehmung. Im Motorsport gelang Porsche am vergangenen Wochenende ein eindrucksvoller Doppelsieg: Beim Saisonfinale der Formel E in London holte Porsche den Weltmeistertitel in der Team- und in der Herstellerwertung. Zuvor hatte Porsche beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit dem Porsche 911 GT3 R den zweiten Klassensieg in Folge in der LMGT3-Kategorie gefeiert. In der Gesamtwertung erreichte der Porsche 963 in Le Mans nach einem spannenden Finale den zweiten Platz.

Prognose fĂŒr 2025 nach Zolleinigung angepasst  

Nach der Einigung der EU-Kommission mit der US-Regierung zu Importzöllen hat Porsche seinen Ausblick fĂŒr 2025 angepasst. Damit werden die erwarteten Auswirkungen der neuen Zölle ebenso berĂŒcksichtigt wie die seit Juni wirksamen Zolleffekte, die in der bisherigen Prognose noch nicht enthalten waren. Die aktualisierte Prognose beinhaltet nun ab dem 1. August erwartete Einfuhrzölle in Höhe von 15 Prozent sowie potenzielle Gegenmaßnahmen wie etwa Preisanpassungen. Diese sind darauf ausgelegt, die finanziellen Auswirkungen abzufedern. Porsche erwartet weiterhin einen Konzernumsatz im Bereich von 37 bis 38 Milliarden Euro. Das entspricht der bisherigen Prognose. Am unteren Ende der Bandbreite rechnet Porsche mit einer Konzernumsatzrendite von 5 Prozent und einer Netto-Cashflow-Marge Automobile von 3 Prozent. Am oberen Ende der Bandbreite wird eine Konzernumsatzrendite von 7 Prozent und eine Netto-Cashflow-Marge Automobile von 5 Prozent erwartet. Das obere Ende liegt weiterhin im Rahmen der Prognose von Ende April. Der Ausblick beinhaltet erwartete Sondereffekte im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro.

Porsche AG Konzern H1 2025 H1 2024Änderung 
Umsatz 18,16 Mrd. € 19,46 Mrd. € -6,7%
Operatives Ergebnis 1,01 Mrd. €3,06 Mrd. €-67,0%
Operative Umsatzrendite 5,5%15,7% 
Auslieferungen an Kunden 146.391155.945-6,1%

Rechtlicher Hinweis

Diese Pressemitteilung enthĂ€lt zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen zur derzeit erwarteten GeschĂ€ftsentwicklung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG. Diese Aussagen sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Sie beruhen auf Annahmen ĂŒber die Entwicklung der wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen in einzelnen LĂ€ndern, Wirtschaftsregionen und MĂ€rkten, insbesondere fĂŒr die Automobilindustrie, die wir auf der Grundlage der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung fĂŒr realistisch erachten. Sollte eines dieser oder sollten andere Risiken eintreten oder sollten sich die diesen Aussagen zugrunden liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsĂ€chlichen Ergebnisse erheblich von den in solchen Aussagen enthaltenen oder angedeuteten Ergebnissen abweichen. Zukunftsgerichtete Aussagen in dieser Mitteilung beruhen ausschließlich auf den Erkenntnissen am Tag der Veröffentlichung. Wir passen zukunftsgerichtete Aussagen nicht nachtrĂ€glich an. Solche Aussagen sind am Tag ihrer Veröffentlichung gĂŒltig und können sich ĂŒberholen. Diese Informationen stellen weder ein Angebot zum Tausch oder Verkauf noch ein Angebot zum Tausch oder Kauf von Wertpapieren dar.

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