
Hoffnung und Solidarität beim LÖSEV-Iftar in Düsseldorf
Hoffnung und Solidarität beim LÖSEV-Iftar in Düsseldorf
Die Stiftung LÖSEV (Stiftung für Gesundheit und Bildung krebskranker Kinder) veranstaltete im Rahmen des Ramadan ein besonderes Iftar-Treffen unter dem Motto „Aynı Sofrada Umut – Hoffnung an einem Tisch“ im Restaurant Finest Lezzet in Düsseldorf. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Unterstützung von Kindern, die gegen Leukämie und andere Krebserkrankungen kämpfen, sowie ihrer Familien.

Der Abend spiegelte den Geist des Ramadans wider – Solidarität, Mitgefühl und gemeinsames Engagement für Menschen in schwierigen Lebenssituationen.
Zu den Gästen zählten unter anderem der Generalkonsul der Republik Türkiye in Düsseldorf, Ali İhsan İzbul, die Bildungsattachée des Generalkonsulats, Gamze Bozgöz, sowie die Konsularattachée Latife Sümeyye Uslu Cönger. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der türkischen Community sowie Unterstützer der Stiftung nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil.
Generalkonsul İzbul: „LÖSEV ist ein weltweit beispielhaftes Solidaritätsmodell“

In seiner Rede betonte Generalkonsul Ali İhsan İzbul die große Bedeutung der Arbeit von LÖSEV für krebskranke Kinder und deren Familien.
Er würdigte insbesondere den ganzheitlichen Ansatz der Stiftung: „Die Arbeit von LÖSEV, die Kindern mit Leukämie und anderen Krebserkrankungen sowie ihren Familien medizinische, soziale und pädagogische Unterstützung bietet, ist von unschätzbarem Wert. Die Stiftung verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz, der nicht nur die Behandlung der Krankheit umfasst, sondern auch Themen wie gesunde Ernährung, Umweltbewusstsein, wirtschaftliche Stärkung von Frauen und gesellschaftliche Gleichberechtigung einschließt. In diesem Sinne hat LÖSEV ein Solidaritätsmodell geschaffen, das international als Vorbild gelten kann.“

İzbul hob außerdem hervor, dass mehr als drei Millionen Menschen türkischer Herkunft in Deutschland leben und dass Initiativen wie diese einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Solidarität leisten.

Zugleich verwies der Generalkonsul auf die vielen Erfolge von Menschen mit türkischen Wurzeln in Deutschland – etwa in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Gesundheit und Sport. Gleichzeitig sei es wichtig, sich weiterhin entschieden gegen zunehmenden Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Islamfeindlichkeit in Europa zu stellen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Auch die engen Beziehungen zwischen Türkiye und Deutschland sprach İzbul an. Beide Länder seien historisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich eng miteinander verbunden. Diese Partnerschaft werde auch künftig weiter gestärkt.

LÖSEV Deutschland baut Unterstützung für Familien aus
Die Deutschland-Koordinatorin von LÖSEV, Zülal Tahtakıran, informierte im Gespräch mit LokalBakış über die Aktivitäten der Stiftung in Deutschland.

Sie erklärte, dass LÖSEV Deutschland im Jahr 2024 mit einer Gründungsgala in Berlin offiziell gestartet sei. Seitdem würden insbesondere in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Projekte und Unterstützungsprogramme für Familien umgesetzt.

Zu den wichtigsten Aktivitäten zählen unter anderem:
- Solidaritäts- und Benefizläufe zur Unterstützung von LÖSEV
- Iftar-Treffen für betroffene Familien
- Geschenkaktionen für krebskranke Kinder in der Onkologie der Universitätsklinik Düsseldorf
- Psychologische Unterstützungsprogramme für Kinder und ihre Familien

Tahtakıran betonte, dass insbesondere psychosoziale Unterstützung für Familien eine große Rolle spiele, da jede Familie mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert sei.
Zudem rief sie dazu auf, LÖSEV durch ehrenamtliches Engagement und Spenden zu unterstützen. Besonders im Ramadan seien Fitre- und Zakat-Spenden eine wichtige Hilfe, um die Projekte der Stiftung fortzuführen.

Ein Abend voller Hoffnung und Zusammenhalt
Das Iftar-Treffen „Aynı Sofrada Umut“ war mehr als nur ein gemeinsames Fastenbrechen. Die Veranstaltung entwickelte sich zu einer Plattform für Solidarität und gesellschaftliches Engagement, bei der die Unterstützung für krebskranke Kinder und ihre Familien im Mittelpunkt stand.

Die Teilnehmer betonten, dass der Kampf gegen Leukämie und Krebs nicht nur eine medizinische Herausforderung sei, sondern auch eine gesellschaftliche Aufgabe – eine Aufgabe, bei der Zusammenhalt und Mitgefühl entscheidend sind.






