Gesundheit

St. Irmgardis-Krankenhaus gemeinsam mitHospital zum Heiligen Geist

Alterstrauma-Zentrum erfolgreich re-zertifiziert

Kempen / Süchteln. Das Alterstrauma-Zentrum des Hospitals zum Heiligen Geist in Kempen ist von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) erfolgreich re-zertifiziert worden. Das Zertifikat haben die Kempener Unfallchirurgen gemeinsam mit der Geriatrie des St. Irmgardis-Krankenhauses Süchteln erhalten. Mit der erneuten Zertifizierung stellt das Alterstrauma-Zentrum seine umfangreiche Behandlungsqualität unter Beweis. „Seit 2016 arbeiten wir in der Alterstraumatologie mit der Klinik für Geriatrie des St. Irmgardis-Krankenhauses Süchteln zusammen“, erläutert Dr. Stefan Hinsenkamp, Chefarzt der Kempener Unfallchirurgie, die Kooperation.
Bestmögliche interdisziplinäre Versorgung
„Unfallchirurgie und Geriatrie arbeiten Hand in Hand – das ist eines der Kriterien, mit dem wir die Re-Zertifizierungs-Kommission der DGU überzeugen konnten“, erläutert Hanns-Peter Klasen, Chefarzt der Geriatrie des St. Irmgardis-Krankenhauses Süchteln. Weil bei älteren Menschen der Heilungsprozess nach Verletzungen häufig problematisch verläuft, soll das Vorgehen im Rahmen des zertifizierten Alterstrauma-Zentrums sicherstellen, dass die Patienten eine bestmögliche interdisziplinäre Versorgung bekommen.
Gemeinsame Nachsorge
Während sich die Kempener Chirurgen auf die eigentliche Verletzung konzentrieren, sind bei der Nachsorge Unfallchirurgen wie Geriater gleichermaßen gefragt. „So kann beispielsweise frühzeitig erkannt werden, ob ein Patient eine Lungenentzündung oder eine andere zusätzliche Erkrankung hat – und wir können entsprechend schnell reagiert“ zeigt Hanns-Peter Klasen die Vorteile der Kooperation beider Häuser auf. Die Unfallchirurgen und Geriater werden durch qualifizierte Pflegekräfte und Notfallmediziner in der interdisziplinären Versorgung unterstützt.
Das „AltersTraumaZentrum DGU®“ ist ein Qualitätssiegel, das in einem unabhängigen Zertifizierungsverfahren erworben wird. So soll langfristig flächendeckend die unfallchirurgische Versorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung verbessert werden. Eine Übersicht zu den Alterstrauma-Zentren gibt es unter: http://bit.ly/1NJlDLt
Bildzeile:
Das gemeinsame Alterstrauma-Zentrum des Kempener Hospitals zum Heiligen Geist und des Süchtelner St. Irmgardis-Krankenhauses ist erfolgreich re-zertifiziert. Die beiden Chefärzte, Hanns-Peter Klasen (Süchteln, 4.v.l.) und Dr. Stefan Hinsenkamp (Kempen, 3.v.l.) freuen sich mit ihren Teams.
Foto Andreas Baum
Über das St. Irmgardis-Krankenhaus:
Von 1871 bis 2008 betrieb die Katholische Kirchengemeinde St. Clemens Süchteln das St. Irmgardis-Krankenhaus als Trägerin. Zum 1. Januar 2009 übernahm die St. Franziskus-Stiftung Münster mit 51 Prozent die Mehrheit an der neu gegründeten St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln GmbH. 49 Prozent hält das benachbarte Allgemeine Krankenhaus Viersen (AKH). Das St. Irmgardis-Krankenhaus ist seit über 140 Jahren fester Bestandteil der medizinischen Versorgung im Kreis Viersen.
Bürgerschaftliches Engagement, gepaart mit der Spendenbereitschaft breiter Bevölkerungskreise, legten damals den Grundstein für das Haus. Geprägt durch Ordensfrauen, die 1972 das Haus wegen Nachwuchsmangels verließen, arbeiten engagierte Mediziner und geschultes Personal auch heute noch nach christlichen Idealen zum Wohle der anvertrauten Patienten.
1900 hatte das Haus etwa 50 Krankenbetten. Es wurde in den folgenden Jahrzehnten erweitert und modernisiert, um die ständig wachsende Zahl von Patienten zu betreuen. Nach dem Bau des St. Antonius-Hauses 1930/1931 wurde in den Jahren 1961 bis 1963 ein Neubau mit modernen Krankenzimmern, Diagnose-, Therapie- und Versorgungsräumen sowie einer Schule für Krankenpflege errichtet. Heute, nach Neubau eines Bettenhauses, verfügt das St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln über 160 Krankenbetten – einschließlich sechs interdisziplinärer Intensiv-Pflegebetten. 325 Mitarbeiter sind hier im Einsatz.
Zum St. Irmgardis-Krankenhaus gehören drei Klinken: Innere Medizin, Geriatrie und Chirurgie. Die Leitung der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Onkologie liegt bei Chefarzt Dr. med. Ulrich Bauser. Die Verantwortung für die Klinik für Geriatrie obliegt Chefarzt Hanns-Peter Klasen.
In der Chirurgie gibt es drei Bereiche: Chirurgie/Schwerpunkt Viszeral­chirurgie mit Chefarzt Dr. med. Christian Maciey, Chirurgie/Schwerpunkt Unfallchirurgie und Sportmedizin mit Chefarzt Dr. med. Kai Platte/Ärztlicher Direktor und Chirurgie/Schwerpunkt Hand- und Plastische Chirurgie mit Chefärztin Dr. med. Valérie Stephan.
Weiter gehören eine ambulante kardiologische Rehabilitationsabteilung mit 20 Plätzen sowie eine Schule mit 50 staatlich anerkannten Ausbildungs­plätzen für die Krankenpflege dazu. Zusätzlich wird eine Ausbildung zum
Operations-Technischen- und auch zum Anästhesiologischen-Assistenten angeboten. 2018 wurden über 6.000 Patienten stationär und rund 16.600 Patienten ambulant behandelt.
 

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