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Wirtschaft

Wirtschaftskrise und G9 treffen Ausbildungsmarkt

Wirtschaftskrise und G9 treffen Ausbildungsmarkt

IHK: Späterer Einstieg für Jugendliche bleibt möglich

Im August starten viele junge Menschen ihre Ausbildung. In Duisburg sowie den Kreisen Wesel und Kleve sind es rund 2.700. Das sind rund zehn Prozent weniger als im Vorjahr, meldet die Niederrheinische IHK. Ein späterer Start in die Ausbildung ist möglich. 

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt bleibt angespannt. Besonders die Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit macht sich bemerkbar. Der Wechsel von G8 zu G9 bedeutet fehlende Abiturienten. Eine Situation, die den Abwärtstrend zusätzlich belastet. Gleichzeitig hinterlässt die schwierige Wirtschaftslage Spuren. Am Niederrhein reduziert fast jedes dritte Unternehmen seine Ausbildungsplätze. „Viele Betriebe – insbesondere kleinere – bilden weniger aus. Für sie ist es besonders schwierig, fehlende schulische Kompetenzen der Bewerber auszugleichen. Gut ausgebildete Fachkräfte sind jedoch das Rückgrat unserer Wirtschaft“, sagt Matthias Wulfert, IHK-Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung. Er erklärt, dass junge Menschen verunsichert sind: „Künstliche Intelligenz, die belastete Industrie, Stellenabbau, die weltpolitische Lage – viele junge Menschen fragen sich, welcher Beruf ihnen langfristig Perspektiven bietet.“ Trotz der Wirtschaftslage suchen immer noch viele Unternehmen nach neuen Fachkräften. „Die Türen stehen offen. Wer jetzt schnell ist, kann in diesem Jahr noch starten, auch nach August. In allen Branchen sind noch Stellen frei“, betont Wulfert.

IHK vermittelt Ausbildungsplätze für 2026

Freie Ausbildungsplätze finden Interessierte unter ausbildung.nrw. Alternativ können sie sich bei der IHK persönlich beraten lassen. Ansprechpartner ist Julien Piron, piron@niederrhein.ihk.de, 0203 2821-498. Tipps zum Ausbildungsstart sowie Einblicke in den Ausbildungsalltag gibt die Niederrheinische IHK auf ihrem Instagram- und TikTok-Kanal @ihkniederrhein.

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